Märkte warten auf ZEW-Index und US-Quartalsberichte

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Das vierte Quartal 2012 verlief für die deutsche Konjunktur eher schlecht, so die Analysten der Helaba.

So lasse das BIP-Wachstum für das Gesamtjahr 2012 von kalenderbereinigt +0,9% auf eine deutlich gesunkene gesamtwirtschaftliche Leistung im Schlussquartal schließen. Demgegenüber würden konjunkturelle Frühindikatoren auf eine Trendwende hinweisen.

Heute stehe die ZEW-Umfrage im Mittelpunkt des Interesses. Die Vorgaben vonseiten der Sentix-Befragung seien freundlich. Hier hätten sich sowohl die Lageeinschätzung als auch die Konjunkturerwartungen verbessert. Vor diesem Hintergrund dürften sich auch die ZEW-Salden im Januar erhöht haben. Dabei würden zuletzt enttäuschende Produktions- und Exportzahlen darauf schließen lassen, dass insbesondere die Erwartungskomponente steigen werde. Die Analysten würden sich leicht oberhalb der bei 12,0 liegenden Konsensschätzung positionieren. Eine verbesserte ZEW-Umfrage würde zudem darauf schließen lassen, dass der ifo-Geschäftsklimaindex (Veröffentlichung am Freitag) das dritte Mal in Folge zulegen werde.

In den USA stünden ebenfalls Stimmungsindikatoren auf der Agenda. Heute werde der Richmond-FED-Index zeigen, ob sich die Industriestimmung auch in dieser Region eingetrübt habe. Auf Interesse würden heute die Verkaufszahlen bestehender Immobilien stoßen. Während die schwebenden Hausverkäufe auf einen erneuten Anstieg hindeuten würden, habe es in Kalifornien einen Rücksetzer gegeben. Positive Überraschungen würden die Analysten nicht ausmachen. (22.01.2013/ac/a/m)