Meldungen aus Argentinien lassen Sojabohnenpreis steigen

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Der Sojabohnenpreis kann am Morgen um 1,6% auf ein Wochenhoch von 14,38 USD je Scheffel steigen, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Preistreibend seien Meldungen aus Argentinien. Zum einen habe es in dem von Trockenheit geplagten Land am vergangenen Wochenende deutlich weniger geregnet als erwartet. Dadurch steige das Risiko von Ernteausfällen im weltweit drittgrößten Exportland von Sojabohnen. Zum anderen würden argentinische Produzenten Medien zufolge Angebot zurückhalten, da sie mit einer weiteren Abwertung der heimischen Währung und damit steigenden Exporterlösen rechnen würden. Laut Daten des argentinischen Landwirtschaftsministeriums seien bislang von der neuen Ernte 35% weniger Sojabohnen verkauft worden als zum selben Zeitpunkt des Vorjahres. Dadurch steige die Nachfrage nach US-Sojabohnen, zumal die Nachfrage aus China nach dem Ende der Neujahrsfeierlichkeiten wieder anziehen dürfte.

Der Kakaopreis in New York sei auf ein Acht-Monatstief von 2.140 USD je Tonne gefallen, der Preis an der LIFFE sogar auf ein Zehn-Monatstief von 1.400 GBP je Tonne. Preisbelastend sei das reichliche Angebot. Seit Beginn der Erntesaison im Oktober seien Schätzungen von Exporteuren zufolge bislang 904.000 Tonnen Kakao an die Häfen der Elfenbeinküste geliefert worden. Das sei nur etwas weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Angesichts einer ungewöhnlich regenarmen Trockenzeit könnte die im April beginnende Zwischenernte enttäuschend ausfallen, was gegen einen fortgesetzten Preisrückgang sprechen sollte. (19.02.2013/ac/a/m)