Metallpreise: Verhaltene Reaktion auf Rückgang des chinesischen PMI

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Der chinesische Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe (PMI) ist im Januar unerwartet auf 50,4 gefallen, bleibt aber damit im expansiven Bereich, berichten die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Die Erholung der chinesischen Wirtschaft setze sich dennoch fort, wenn auch mit etwas weniger Dynamik als erwartet. Der Rückgang könnte auch im Zusammenhang mit dem Anfang Februar stattfindenden Neujahrsfest stehen, in dessen Vorfeld die Aktivitäten bereits reduziert worden seien. Die Reaktion der Metallpreise auf die Daten sei daher auch verhalten gewesen. Heute Nachmittag werde das US-Pendant zum chinesischen PMI, der ISM-Index, veröffentlicht. Daneben dürften die Marktteilnehmer auch mit Interesse die Daten zum US-Arbeitsmarkt verfolgen.

In den Lagerhäusern der Börse Shanghai sei es in dieser Woche die dritte Woche in Folge zu einem moderaten Abbau der Kupferlagerbestände gekommen. Mit gut 197 Tsd. Tonnen würden die Kupfervorräte aber auf einem hohen Niveau bleiben. An der LME setze sich der Lageraufbau dagegen mit rasantem Tempo fort. Dort sei mit knapp 376 Tsd. Tonnen das höchste Niveau seit 13 Monaten erreicht worden. Ein Abbau der Vorräte werde unter anderem durch die unattraktiven Arbitragemöglichkeiten zwischen den Börsen in London und Shanghai sowie die hohe Produktion in China selbst verhindert. Der Anstieg der Lagerbestände werde bislang von den Marktteilnehmern ignoriert. Dieser werde offenbar durch die positiven Wirtschaftsperspektiven und die zunehmenden Angebotsrisiken überlagert. (01.02.2013/ac/a/m)