Ölmarkt: Kräftiger Anstieg der US-Rohöllagerbestände bremst Preiserholung

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Der Brent-Ölpreis kann sich nach dem stärksten Zweitagesverlust seit September seit gestern leicht erholen und am Morgen auf über 114 USD je Barrel steigen, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Auch der WTI-Preis könne nach den kräftigen Verlusten der letzten beiden Tage wieder über 93 USD je Barrel steigen. Der Preisanstieg bei WTI werde allerdings durch die gestrigen US-Lagerdaten gebremst. Laut US-Energieministerium seien die US-Rohölbestände in der letzten Woche um 4,1 Mio. Barrel gestiegen und damit doppelt so stark wie erwartet. Die Unsicherheit über den Ausgang der Parlamentswahlen in Italien am Sonntag dürfte einer weiteren Preiserholung bei Rohöl zunächst entgegenstehen.

Laut dem Beratungsunternehmen Oil Movements werde die OPEC zudem ihre Öllieferungen in den kommenden Wochen erhöhen, da Raffinerien in den USA und Europa nach den saisonbedingten Wartungsarbeiten ihren Betrieb wieder aufnehmen. Oil Movement zufolge werde die OPEC in den vier Wochen bis 9. März 23,56 Mio. Barrel Rohöl pro Tag exportieren, was einem Anstieg um 0,4% verglichen mit den vier Wochen zuvor entsprechen würde. Solange die Angebotsausweitung auf eine stärkere Nachfrage zurückzuführen sei, sei dies nicht negativ für die Ölpreise zu werten.

Südkorea, einer der größten Ölabnehmer des Iran und der weltweit fünftgrößte Ölimporteur, habe im Januar gut 16% weniger Rohöl aus dem Iran eingeführt als im Vorjahr. Südkorea strebe eine jährliche Kürzung der Ölimporte aus dem Iran um 20% in den sechs Monaten zum 31. Mai an, um eine Verlängerung der Ausnahme von den US-Sanktionen zu erreichen. (22.02.2013/ac/a/m)