Ölpreise neigen zur Schwäche

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Die Ölpreise neigen seit gestern zur Schwäche, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Brent nähere sich der Marke von 117 USD je Barrel. WTI handle mit 95,3 USD je Barrel nur knapp über den in der vergangenen Woche verzeichneten Tiefständen. Die Unsicherheit im Vorfeld der Wahlen in Italien am kommenden Wochenende führe zu Kaufzurückhaltung und wirke sich somit preisbelastend aus. Zudem habe der Chefvolkswirt der IEA davor gewarnt, dass die hohen Ölpreise die Weltwirtschaft beeinträchtigen würden. Die IEA sei die einzige der drei großen Ölagenturen gewesen, welche in der vergangenen Woche die Nachfrageprognose nach unten revidiert habe.

Der Ölpreis scheine derzeit bei 118 USD je Barrel gedeckelt zu sein. Dies könnte kurzfristig orientierte Marktteilnehmer dazu veranlassen, aus ihren Long-Positionen auszusteigen. Dadurch ausgelöste Preisrückgänge sollten aufgrund der Aufhellung der Konjunkturaussichten und der Einengung des Angebots allerdings begrenzt sein. Die spekulativen Netto-Long-Positionen bei Brent seien in der Woche zum 12. Februar bereits geringfügig um knapp 2.000 auf 181.900 Kontrakte gefallen, lägen damit aber noch immer nur knapp unter dem in der Vorwoche verzeichneten Rekordhoch.

Die vom Datenanbieter JODI veröffentlichten Daten zu den Ölexporten Saudi-Arabiens würden die bereits bekannten Produktionstendenzen bestätigen. Demnach habe der größte OPEC-Produzent im vergangenen Jahr 7,4 Mio. Barrel Rohöl pro Tag exportiert, was einem Anstieg um 5,2% gegenüber dem Vorjahr und dem höchsten Jahresdurchschnitt seit dem Jahr 2005 entspreche. Im Dezember seien die Ölausfuhren Saudi-Arabiens infolge der Rückführung der Produktion auf ein 15-Monatstief von 7,06 Mio. Barrel pro Tag gefallen. (19.02.2013/ac/a/m)