OPEC und EIA heben Nachfrageprognosen an, IEA senkt sie dagegen

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Der Brentölpreis nähert sich wieder der Marke von 119 USD je Barrel, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Der WTI-Preis habe in der Nacht auf 97,5 USD je Barrel steigen können. Preisunterstützend seien Aufwärtsrevisionen der Nachfrageprognosen durch EIA und OPEC sowie fallende Lagerbestände in den USA gewesen. Die US-Energiebehörde EIA habe ihre Prognose für das Wachstum der globalen Ölnachfrage in diesem Jahr um 110.000 auf 1,05 Mio. Barrel pro Tag nach oben revidiert. Dies werde allerdings durch ein höheres Ölangebot außerhalb der OPEC kompensiert, welches begünstigt durch die Produktionssteigerungen in Nordamerika um 1,2 Mio. Barrel pro Tag zunehmen solle.

Auch die OPEC habe ihre Prognose für den Anstieg der weltweiten Ölnachfrage im Jahr 2013 um 80.000 auf 840.000 Barrel pro Tag erhöht. Die OPEC-Produktion sei laut OPEC-Monatsbericht im Januar auf 30,3 Mio. Barrel pro Tag gesunken. Der Bedarf an OPEC-Öl für 2013 sei vom Kartell um 130.000 auf 29,8 Mio. Barrel pro Tag angehoben worden. Das Überangebot am Ölmarkt schrumpfe damit weiter.

Dagegen habe die Internationale Energieagentur ihre Nachfrageprognose am Morgen unerwartet um 90.000 Barrel pro Tag gesenkt, was den Ölpreisen Wind aus den Segeln nehmen könnte. Der Lagerbericht des American Petroleum Institute habe in der Nacht einen Lagerabbau bei Rohöl um 2,3 Mio. Barrel gezeigt. Noch überraschender sei angesichts des reduzierten Betriebs der Seaway-Pipeline der merkliche Rückgang der Cushing-Vorräte um 1,1 Mio. Barrel gewesen. Auch bei den Ölprodukten sei es zu einem Lagerabbau gekommen. Sollte das US-Energieministerium einen ähnlichen Lagerabbau ausweisen, dürften die Ölpreise weiter steigen. (13.02.2013/ac/a/m)