OPEC und EIA veröffentlichen neue Prognosen zum Ölmarkt

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Der Preisanstieg bei Brent ist ins Stocken geraten, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Der Brentpreis handle am Morgen wenig verändert bei 118 USD je Barrel. Angesichts des bereits großen Optimismus der spekulativen Finanzanleger werde die Luft für einen weiteren Preisanstieg bei Brent dünner. Laut gestern veröffentlichter ICE-Daten seien die spekulativen Netto-Long-Positionen bei Brent in der Woche zum 5. Februar um weitere 11.300 auf 183.900 Kontrakte gestiegen, was dem höchsten Niveau seit Beginn der Aufzeichnungen im Juni 2011 entspreche.

In den letzten acht Wochen seien die Netto-Long-Positionen bis auf eine Ausnahme immer gestiegen und hätten sich in diesem Zeitraum verdoppelt. Der WTI-Preis habe dagegen auf 97 USD je Barrel steigen können, womit sich die Preisdifferenz zwischen Brent und WTI von 23 auf 21 USD verringert habe. Der gestrige Preisanstieg bei WTI dürfte auf einen Nachholeffekt zurückzuführen sein, nachdem der WTI-Preis in der vergangenen Woche dem Brent-Preis deutlich hinterhergehinkt sei. Einige Marktteilnehmer, welche auf eine Ausweitung der Preisdifferenz gesetzt hätten, dürften Gewinne eingestrichen haben.

Heute würden die OPEC und die US-Energiebehörde EIA ihre neuen Prognosen zum Ölmarkt veröffentlichen. Die OPEC dürfte ihre verhaltene Prognose eines Anstiegs der globalen Ölnachfrage im laufenden Jahr um 800.000 Barrel pro Tag beibehalten, um die deutliche Kürzung der OPEC-Produktion zu rechtfertigen. Die EIA könnte hingegen der Aufhellung der globalen Konjunkturperspektiven Rechnung tragen und ihre Prognose eines Nachfragewachstums von 940.000 Barrel pro Tag leicht anheben. Dies würde den Ölpreisen weiteren Auftrieb geben. Nach Handelsschluss veröffentliche das API die Lagerdaten für die vergangene Woche. Hier werde mit einem weiteren Anstieg der US-Rohölvorräte gerechnet. (12.02.2013/ac/a/m)