Optimistische Angebotsperspektiven setzen Maispreis unter Druck

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Die Getreidepreise befinden sich im Vorfeld der Veröffentlichung der neuen USDA-Schätzungen zu Angebot und Nachfrage bei Agrarrohstoffen weiter im Rückwärtsgang, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Der Maispreis notiere aktuell bei 7,2 USD je Scheffel auf dem niedrigsten Niveau seit Ende Januar und damit knapp 3% niedriger als vor einer Woche. Zum einen belaste die Erwartung einer Aufwärtsrevision der US-Maisvorräte, nachdem sich die Nachfrage zuletzt schwächer entwickelt habe als erwartet. Ebenfalls preisdrückend sei die Perspektive guter Ernten aus Südamerika, welche in den kommenden Wochen auf den Markt kommen würden. Hinzu komme die Erwartung einer deutlich höheren US-Maisproduktion im kommenden Erntejahr. So erwarte das zu Thomson Reuters gehörende Agrarprognosehaus Lanworth für 2013/14 eine rekordhohe US-Maisernte von 13,8 Mrd. Scheffel.

Mittlerweile scheine der Markt zu einseitig die angebotssteigernden Faktoren zu beachten und die Risiken dagegen außer Acht zu lassen. Denn für Brasilien und Argentinien habe Lanworth die Ernteschätzungen reduziert. Zudem dürfte das Angebot aus Brasilien wegen der Probleme bei der Verladung und Verschiffung nicht sofort verfügbar sein. Auch der jüngste Preisrückgang bei Weizen auf ein Monatstief von zeitweise unter 7,5 USD je Scheffel sei angesichts der beträchtlichen Abwärtsrisiken für die US-Ernte und deutlich niedrigerer Ernten in Australien und Argentinien nach Ansicht der Analysten überzogen. (07.02.2013/ac/a/m)