Oracle Mining: Near-Term-Kupfer-Produzent tritt auf Kostenbremse

Westerburg (www.aktiencheck.de) – Der Analyst von AC Research, Sven Krupp, rät unverändert zum spekulativen Kauf der Oracle Mining-Aktie (ISIN CA68404G1037/ WKN A1JKAV).

Im Frühsommer konnte sich die Aktie von Oracle Mining entgegen der allgemeinen Marktschwäche zwischenzeitlich verdoppeln. Der Markt hat die offensichtliche Unterbewertung und das enorme Kurspotenzial – zumindest kurzfristig – wieder wahrgenommen. Seither konsolidiert der Titel den Kursanstieg, wobei der Verkaufsdruck merklich schwächer geworden ist und möglicherweise schon bald die nächste Rally bevorsteht.

Oracle Mining ist ein Kupfer-Explorer mit einer hochgradigen Liegenschaft im US-Bundesstaat Arizona. Die dort vermuteten Kupfer-Reserven belaufen sich auf über 1,1 Mrd. Pfund. In Kürze sollen eine Machbarkeitsstudie und ein NI 43-101-Report für das Projekt erstellt werden. Schon in 2015 will Oracle Mining dann das erste Kupfer fördern.

Oracle Mining überzeugt nach Meinung der Analysten von AC Research durch ein sehr erfahrenes Management, eine solide sowie finanzkräftige Aktionärsstruktur, hohe (so gut wie sicher) nachgewiesene Ressourcenschätzungen, eine bald zu erwartende Produktionsaufnahme und latente Übernahmefantasie.

Mit der im Sommer 2013 erhaltenen „Air“-Genehmigung hat Oracle Mining in Bezug auf die Inbetriebnahme der Oracle Ridge-Mine eine wichtige Hürde genommen. Denn durch Pima County (US-Bundesstaat Arizona) wurden in den letzten elf Jahren keine solche Genehmigung mehr vergeben. Zwar taxiert die Geschäftsführung die nötigen Capex bis zur Inbetriebnahme auf circa 90 Mio. Dollar, dabei sollte aber berücksichtigt werden, dass mit Credit Suisse ein Letter of Intent unterzeichnet wurde, der eine Provision für die Projektfinanzierung von 70 Mio. Dollar vorsieht. Und auch der Großaktionär Red Kite, der mit knapp 20% an Oracle Mining beteiligt ist, hat signalisiert, dass er starkes Interesse an einer Produktionsaufnahme der Oracle Ridge-Mine habe, und dafür weitere 15 Mio. Dollar zur Verfügung stellen wolle. Vor diesem Hintergrund scheint die Finanzierung des Projekts sehr gut abgesichert. Und immerhin ist es dem Management von Oracle Mining gelungen, in der noch relativ jungen Firmenhistorie mehr als 56 Mio. Dollar an Kapital einzusammeln. Dies ist für eine Rohstofffirma, welche an der Börse aktuell mit lediglich gut 20 Mio. CAD bewertet wird eine ansehnliche Summe und durchaus als großes Vertrauensbekenntnis in die Fähigkeiten des Managements zu interpretieren.

Der Zeitplan bis zur Produktionsaufnahme der hochgradigen Oracle Ridge-Kupfermine erscheint den Analysten von AC Research durchaus realistisch. Dennoch empfiehlt es sich, den weiteren Nachrichtenfluss diesbezüglich genau zu verfolgen. Da die Analysten von AC Research für die kommenden Jahre mit stabilen oder sogar leicht steigenden Industriemetallpreisen rechnen, sollte es auch von dieser Seite kein Störfeuer geben. Dennoch muss die Entwicklung Chinas als großer Rohstoffabnehmer ebenfalls im Auge behalten werden.

Auf Basis des Kurses vom 10.10.2013 von 0,36 CAD wird Oracle Mining lediglich mit gut 20 Mio. CAD bewertet. Dem steht ein Brutto-In-Situ-Wert auf Basis der aktuellen wahrscheinlichen und vermuteten Reserven von rund 3,7 Mrd. USD gegenüber. Ganz zu schweigen davon, dass die Reserven vermutlich in Zukunft noch erhöht werden könnten.

Auch auf der Kostenseite hat das Unternehmen Fortschritte gemacht. So konnte der Nettoverlust in Q3‘2013 von 4,8 Mio. Dollar auf 3,2 Mio. Dollar reduziert werden. Im Zuge der Genehmigungsprozesse und Machbarkeitsstudien haben sich aber auch das Working Capital von 8,8 Mio. Dollar auf 1,1 Mio. Dollar und der Cash-Bestand von 11,1 Mio. Dollar auf 2,4 Mio. Dollar verringert.

Trotz der Marktschwäche für Unternehmen aus dem Minen-Sektor halten die Analysten von AC Research Oracle Mining für ein sehr werthaltiges Investment aus dem Explorations-Sektor. Der mögliche baldige Aufstieg zum Kupfer-Produzenten, die Aktionärsstruktur und das Management heben die Oracle Mining-Story deutlich von anderen Explorations-Stories ab.

Wir halten Oracle Mining nach wie vor für ein sehr interessantes Investment aus dem Explorations-Sektor. Das Turnaround-Potenzial ist enorm, sollten die Rohstoffmärkte wieder anziehen. Eine Kursvervielfachung der Oracle Mining-Aktie erscheint uns auf Sicht der kommenden 12 bis 36 Monate weiterhin möglich. Für spekulativ veranlagte Investoren stellt somit das aktuelle Kursniveau auf lange Sicht eine gute Einstiegsgelegenheit dar. Wir raten daher unverändert zum spekulativen Kauf der Oracle Mining-Aktie und belassen das Kursziel vorerst bei 1,00 CAD. Sollte die Inbetriebnahme der Oracle Ridge-Mine planmäßig verlaufen, scheinen längerfristig noch deutlich höhere Kursnotierungen möglich. (Analyse vom 10.10.2013) (11.10.2013/ac/a/a)

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