Platinpreis unter Druck

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Platin ist erneut von der Marke von 1.700 USD je Feinunze abgeprallt und handelt heute Morgen bei rund 1.685 USD, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Wie der weltweit größte Platinproduzent, Anglo American Platinum (ISIN ZAE000013181/ WKN 856547), berichte, laufe die Produktion in der „Siphumelele“-Mine nach den jüngsten Ausschreitungen wieder normal. Die grundsätzlichen Probleme dürften aber noch längst nicht gelöst sein.

Gemäß Angaben des Verbands der europäischen Automobilproduzenten (ACEA) seien die Autoverkäufe in der EU im Januar im Vergleich zum Vorjahr um 8,7% auf 885,2 Tsd. Einheiten gefallen. Dies sei der schwächste Start in ein Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1990 gewesen. Schon 2012 seien die Autoabsätze auf Gesamtjahresbasis um 8,3% auf 12,1 Mio. Einheiten eingebrochen, den niedrigsten Stand seit 17 Jahren. Zurückzuführen sei die Schwäche auf die Rezession in den südlichen EU-Ländern, die sich letztendlich auch z.B. auf Deutschland und Frankreich ausgeweitet habe. In den beiden größten Ländern der Eurozone seien die Verkäufe im Januar um 8,6% bzw. 15,1% gefallen. Das Research-Unternehmen IHS Automotive schätze, dass die Autoverkäufe in der EU auch in diesem Jahr weiter sinken würden. Dies wäre der sechste Jahresrückgang in Folge.

Die Entwicklung in der EU stehe zwar klar im Gegensatz zu der in China und den USA. In China sei im Januar sogar ein monatlicher Absatzrekord verzeichnet worden. Aufgrund der Nachfrageschwäche in Europa dürften aber auch weniger Autos verschrottet werden. In der Folge stehe auch weniger wieder gewonnenes Platin zur Verfügung. (20.02.2013/ac/a/m)