Polens Wirtschaft schwächer als prognostiziert

Wien (www.aktiencheck.de) – Polens Wirtschaft verliert weiterhin spürbar an Dynamik und die Vorlaufindikatoren signalisieren eine fortgesetzte Abschwächung, so die Experten von Raiffeisen Capital Management (RCM) in ihrem aktuellen „emreport“.

Die Wirtschaft sei im vergangenen Jahr um real 2% gewachsen – geringer als zunächst erwartet. Die Industrieproduktion sei im Dezember deutlich stärker geschrumpft als von den Analysten prognostiziert. Die Inflationsrate habe sich immerhin positiv entwickelt und zuletzt nur noch bei +2,4% Jahresrate gelegen. Die Zentralbank habe wie allgemein erwartet den Leitzins um 0,25% gesenkt – die dritte derartige Zinssenkung seit November 2012. Ob es noch weitere Zinsschritte geben werde, sei angesichts der begleitenden Kommentare der Notenbanker aber alles andere als sicher.

Die Marktreaktion darauf habe sich in steigenden Renditen und fallenden Anleihekursen widergespiegelt; die meisten Marktteilnehmer hätten offenbar relativ fest mit weiteren Zinssenkungen gerechnet. Auch der Aktienmarkt habe negativ reagiert; der WIG 20 (ISIN PL9999999987/ WKN 969729) habe gegen den positiven globalen Trend um 3,5% nachgegeben. (Ausgabe Februar 2013) (12.02.2013/ac/a/m)