Positive Angebotsnachrichten setzen Genussmittelpreise unter Druck

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Für die Preise von Genussmitteln ging es gestern kräftig bergab, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Der Kakaopreis in New York habe mit 2.213 USD je Tonne gut 3% niedriger als am vorigen Handelstag geschlossen. Insbesondere die inoffizielle Meldung über höhere Anlieferungen im weltgrößten Produzentenland Elfenbeinküste habe auf die Notierungen gedrückt. Seit Beginn der laufenden Saison im Oktober bis zum 20. Januar sollten mit 896 Tsd. Tonnen fast 9% mehr Kakaobohnen in die ivorischen Häfen angeliefert worden sein als im gleichen Zeitraum der Vorsaison. Anfang des Monats habe ein Vertreter des ivorischen Kaffee- und Kakaorats noch von einer 13% unter dem Vorjahr zu erwartenden Erntemenge gesprochen. Möglicherweise könnte das globale Marktdefizit nun etwas geringer ausfallen als die bislang erwarteten 100 Tsd. Tonnen.

Auch am Kaffeemarkt würden positive Angebotsperspektiven die Preisentwicklung belasten: Gestern habe Arabica um 5% auf 148,6 US-Cents je Pfund nachgegeben. Nach Angaben von Exporteuren dürfte Kolumbien in diesem Jahr 18% mehr Kaffee exportieren. In Brasilien würden die Kaffeebäume zudem von gutem Wetter mit ausreichender Feuchtigkeit profitieren. Noch in der Vorwoche allerdings hätten einige mittelamerikanische Länder Probleme mit Pilzbefall gemeldet. Bei Zucker lägen die Preise mit 18 US-Cents je Pfund inzwischen auf einem Zweieinhalbjahrestief. In den Fokus rücke hier die nächste Erntesaison im größten Anbauland Brasilien, für das eine Rekordzuckerrohrernte erwartet werde. (23.01.2013/ac/a/m)