Positive Nachrichten rund um den Globus

London (www.aktiencheck.de) – Gute Nachrichten allenthalben bescherten den Finanzmärkten positiven Aufwind in den letzten 24 Stunden und rücken risikofreudige Investments ins Blickfeld der Investoren, so Oliver Bossmann, Marktanalyst bei ETX Capital.

Aus den USA hätten die besser als erwarteten Zahlen vom Häusermarkt, die am Donnerstag gemeldet worden seien, die Annahme zugelassen, dass der Turnaround am US-Immobilienmarkt geschafft sein könnte. Die Anzahl der Baubeginne in den USA sei im Monat Dezember um 12,1 Prozent gestiegen. Damit hätten die Baubeginne im Jahr 2012 insgesamt Niveaus erreicht, die seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr gesehen worden seien. Auch die Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe seien besser als erwartet reingekommen und hätten das positive Sentiment stützen können. Mit 335.000 Anträgen hätten die Konsensschätzungen der Analysten, die bei 368.000 gelegen hätten, geschlagen werden können. In Reaktion auf die Daten seien die US-Zinsen und Aktienkurse gestiegen.

Aus Europa würden sich die Anzeichen mehren, dass die längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (LTRO) der EZB, die auf dem Höhepunkt der Eurokrise ausgegeben worden seien, um die europäischen Banken zu stützen, von vielen großen Banken zurückgezahlt würden. Reuters habe in den vergangenen Tagen gemeldet, dass Banken wie etwa BNP Paribas (ISIN FR0000131104/ WKN 887771), Commerzbank (ISIN DE0008032004/ WKN 803200), Santander (ISIN ES0113900J37/ WKN 858872) und andere in etwa 200 Mrd. Euro von den ausgegebenen 1.000 Mrd. Euro in den nächsten Monaten zurückzahlen könnten. Das wäre ein gutes Zeichen und könnte die Vermutung zulassen, dass die europäischen Banken über das Schlimmste hinweg seien.

Zu guter Letzt seien am Freitag die Zahlen zum chinesischen BIP für das vierte Quartal gemeldet worden. Im Vergleich zum vierten Quartal vor einem Jahr sei das BIP in China um 7,9 Prozent gestiegen. Damit seien die Analystenschätzungen leicht überboten worden, die im Durchschnitt bei 7,8 Prozent Wachstum gelegen hätten. Es habe sich gezeigt, dass das Wirtschaftswachstum in China zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder an Fahrt aufnehme. Der marktbreite Shanghai Composite-Index sei in Reaktion auf die Makrodaten angestiegen und habe sich nun in etwa um 18 Prozent von den Vier-Jahrestiefs, die am 3. Dezember 2012 geschrieben worden seien, erholt.

Wermutstropfen für das globale Wachstum im zweiten Halbjahr 2013 könnten sein, dass die Austeritätsbemühungen vieler westlicher Industriestaaten durchschlagen würden. Weitergehend könnten die internationalen Finanzmärkte im weiteren Verlauf 2013 davon belastet werden, dass die extreme Liquiditätspolitik einiger wichtiger Notenbanken an ein Ende gekommen sei. Denn insgesamt könnte die US-Wirtschaft wieder Tritt fassen und die konjunkturelle Erholung der chinesischen Wirtschaft voranschreiten. (18.01.2013/ac/a/m)