PUMA: Ergebnis leidet unter Konzernumbau

Detmold (www.aktiencheck.de) – Nach Ansicht der Experten vom „Frankfurter Tagesdienst“ ergibt sich bei der PUMA-Aktie (ISIN DE0006969603/ WKN 696960) charttechnisch Handlungsbedarf beim Sprung über die Marke von 240 Euro.

Der Sportartikelproduzent verabschiede sich vorerst von dem ehrgeizigen Ziel, die Schallmauer von 4 Mrd. Euro Umsatz zu knacken und den Abstand zu den Branchenschwergewichten zu verkürzen. Im letzten Geschäftsjahr sei der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 8,7% auf 3,27 Mrd. Euro gestiegen. Befeuert worden sei der Erlöszuwachs von diversen Rabattschlachten in H2, die die Bruttomarge um 1,3 auf 48,3% gedrückt hätten.

Noch-Vorstandschef Franz Koch, der Ende März PUMA verlasse (einen Nachfolger habe man bisher noch nicht gefunden), habe deswegen ein deutlich geschrumpftes Ergebnis präsentieren müssen. Der Konzernüberschuss sei um rund 70% auf 70,2 Mio. Euro gefallen. Das operative Ergebnis inklusive Sondereffekte sei um 220 Mio. Euro auf 113 Mio. Euro gesunken.

Das Mitte 2012 angekündigte Sanierungsprogramm falle dabei teurer als erwartet aus. Statt der anfänglich veranschlagten 100 Mio. Euro seien jetzt 125 Mio. Euro fällig, um operativ das Ruder wieder herumzureißen. Der Fokus liege dabei insbesondere auf dem Europageschäft.

In Zukunft sollte die Gewichtung zwischen Bereichen Lifestyle (Freizeitbekleidung) und Performance (Sportartikel) stärker zugunsten der letzteren Sparte verschoben werden. Während jetzt noch rund 35% des Konzernumsatzes auf klassische Sportartikel entfallen würden, möchte man hier künftig eine Marke von mindestens 40% anpeilen.

Ungeachtet der anhaltenden Unsicherheit habe sich das Wertpapier nach der Bekanntgabe der Zahlen recht stabil gezeigt. Kurzfristig würden allerdings im Jahr des Übergangs die fundamentalen Impulse für einen kräftigen Kurssprung fehlen. Der seit November 2012 bestehende, jedoch noch fragile Aufwärtstrend bleibe nach wie vor intakt.

Charttechnisch ergibt sich bei der PUMA-Aktie Handlungsbedarf allerdings beim Sprung über die Marke von 240 Euro, so die Experten vom „Frankfurter Tagesdienst“. (Ausgabe 24 vom 18.02.2013) (19.02.2013/ac/a/d)

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