Reckitt Benckiser: Ein Muss für jedes Langfristdepot

Rosenheim (www.aktiencheck.de) – Die Experten von „boerse.de-Aktienbrief“ bereiten den abermaligen Einstieg in die Reckitt Benckiser-Aktie (ISIN GB00B24CGK77/ WKN A0M1W6) per Kauflimit von 39,50 Euro vor.

Während der Unternehmensname nur wenigen ein Begriff sein dürfte, kenne jeder Reckitt Benckiser-Produkte wie Clearasil, Kukident oder Calgon. Die Aktie erweise sich als besonders risikoarm und sollte daher eigentlich in keinem Langfristdepot fehlen! Die Geschichte des britischen Unternehmens reiche bis 1814 zurück, als Jeremiah Colman in Norwich eine Getreidemühle gegründet habe. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts sei die Produktion dann um Wäschestärke erweitert worden, wobei schnell eine Geschäftsbeziehung zum Konkurrenten Reckitt & Sons entstanden sei, mit dem das Unternehmen nach jahrzehntelanger Zusammenarbeit 1938 fusioniert habe.

Der Konsumgüter-Konzern in seiner heutigen Form sei schließlich 1999 entstanden, als sich Reckitt & Colman und der Konkurrent Benckiser zusammengeschlossen hätten. Dessen Wurzeln lägen wiederum in Deutschland. Denn 1832 habe Johann A. Benckiser in Pforzheim damit begonnen, Salmiak zu produzieren. Als in den folgenden Jahren der Fokus auf Zitronen- und Weinsäure gelegt worden sei, hätten sich bereits erste geschäftliche Kontakte zum späteren britischen Partner entwickelt.

Heute beschäftige Reckitt Benckiser etwa 32.000 Mitarbeiter in 60 Niederlassungen, die sich über den gesamten Globus verteilen würden. Dabei seien die Briten in nahezu 200 Ländern vertreten und würden zu den weltweit führenden Herstellern von Reinigungsmitteln zählen. Der Konzern verfüge über ein Portfolio von mehr als 300 Marken, unter denen sich 19 so genannte Power Brands befinden würden. Dazu würden bspw. Calgon, Cillit Bang, Sagrotan und Finish zählen, das vielen noch unter dem alten Namen Calgonit ein Begriff sein dürfte. Daneben sei Reckitt Benckiser mit Kukident und Clearasil auch im Geschäft mit Körperpflegeartikeln tätig, und selbst Kondome (Durex) würden inzwischen zum breit gefächerten Sortiment zählen.

Etwa ein Viertel der Umsätze würden heute im Geschäftsfeld Gesundheit erzielt, das künftig kräftig ausgebaut werden solle. Dafür habe das Unternehmen z.B. gerade für 1,4 Milliarden US-Dollar Schiff Nutrition erworben. Das US-Unternehmen habe sich auf die Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln, Vitaminpräparaten und rezeptfreien Medikamenten spezialisiert. Größter Rivale bei der Schiff-Übernahme sei übrigens der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900)-Konzern Bayer (ISIN DE000BAY0017/ WKN BAY001).

In der ersten Hälfte des zurückliegenden Jahres hätten sich die Geschäfte solide entwickelt. So habe das Nettoergebnis bei Umsätzen von 4,7 Milliarden Pfund (+1%) um 3% auf 779 Millionen Pfund gesteigert werden können.

Die Reckitt-Benckiser-Aktie eigne sich als besonders defensives Basis-Investment für jedes Langfristportfolio. Denn auf Grundlage der Performance-Analyse der Experten errechne sich hier eine weit unterdurchschnittliche Risikokennziffer von lediglich 1,16. Dem stehe seit Ende 2002 ein jährlicher Kursgewinn von im Mittel rund 13% gegenüber, der zudem mit hoher 93%iger Konstanz erzielt werde. Und obendrein würden hier derzeit üppige 3,2% Dividendenrendite winken.

Nach einer Seitwärtskonsolidierung seit Anfang Dezember sei Reckitt-Benckiser jetzt auf ein neues All-Time-High geklettert. Da sich auf Sicht der kommenden fünf Jahre ein weiteres Kurspotenzial von 84% errechne, würden die Experten auf den nächsten Rücksetzer warten, um mit ca. 5%-Rabatt zum Zug zu kommen.

Die Experten von „boerse.de-Aktienbrief“ bereiten daher den abermaligen Einstieg in die Reckitt Benckiser-Aktie per Kauflimit von 39,50 Euro vor. Mit ihren bislang 17 Empfehlungen hätten Anleger im Schnitt rund 37% gewonnen. (Ausgabe 284 vom 23.01.2013) (25.01.2013/ac/a/a)

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