Rekordhohe globale Edelstahlproduktion deutet auf starke Nickelnachfrage hin

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Nach den merklichen Preisanstiegen der Tage zuvor kam es gestern bei den Industriemetallen zu Gewinnmitnahmen, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

In Anbetracht der schwachen globalen Aktienmärkte und des festeren USD hätten sich die Metalle jedoch relativ gut behaupten können. Heute Morgen stünden sie allerdings wieder mehrheitlich unter Druck, was auf die neu aufgekommene politische Unsicherheit in Spanien und Italien zurückzuführen sein dürfte.

Der Nickelpreis sei gestern vorübergehend auf ein Vier-Monatshoch von knapp 18.800 USD je Tonne gestiegen. Das auf die Analyse der Stahlmärkte spezialisierte Research-Institut MEPS habe bekannt gegeben, dass die globale Edelstahlproduktion 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 2,6% auf ein Rekordhoch von 34,6 Mio. Tonnen gestiegen sei. Maßgeblich verantwortlich hierfür sei China gewesen, das für 44% der weltweiten Produktion gestanden habe. Für das laufende Jahr gehe MEPS von einer Zunahme der Dynamik aus und erwarte einen Anstieg der globalen Edelstahlproduktion um 5,1% auf ein weiteres Rekordhoch von 36,3 Mio. Tonnen. Dieser solle vor allem durch Schwellenländer getrieben werden.

Die hohe Edelstahlproduktion sollte sich in einer robusten Nickelnachfrage bemerkbar machen. Allerdings dürfte das Nickelangebot problemlos mit der Nachfrage Schritt halten, da derzeit eine Reihe großer Minenprojekte in Betrieb genommen werde. Die Analysten würden daher das Preispotenzial von Nickel als begrenzt erachten. (05.02.2013/ac/a/m)