Robuste chinesische Nachfrage und erwartete Flächenkürzung treiben Baumwollpreis auf Neunmonatshoch

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Der meistgehandelte Baumwoll-Terminkontrakt ist gestern auf ein Neunmonatshoch von knapp 85 US-Cents je Pfund gestiegen, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Nach der Rückkehr Chinas aus den Neujahrsferien werde mit einem hohen Kaufinteresse aus dem Reich der Mitte gerechnet. Aufschluss hierüber könnten die kommenden Exportzahlen des US-Landwirtschaftsministeriums geben. Das USDA habe erst kürzlich seine Schätzung für die chinesischen Baumwollimporte in diesem Erntejahr um 300 Tsd. auf 3 Mio. Tonnen nach oben revidiert.

Preissteigernd hinzu komme die zu erwartende Flächenkürzung aufgrund der im Vergleich zu anderen Agrarrohstoffen unterdurchschnittlichen Preisentwicklung von Baumwolle im vergangenen Jahr. In den USA solle die Baumwollfläche in diesem Jahr laut vorläufiger USDA-Schätzung auf ein Vierjahrestief von 9,3 Mio. Morgen fallen, was einem Rückgang um knapp 25% gegenüber dem Vorjahr bedeuten würde. Die US-Baumwollproduktion dürfte daher in diesem Jahr unter der Annahme unveränderter Flächenerträge zwischen 2,8 Mio. und 3,5 Mio. Tonnen betragen, nach 3,7 Mio. Tonnen im vergangenen Jahr. Zuletzt sei sie 2009 und 2010 niedriger gewesen. Die sehr hohen Lagerbestände dürften einen ähnlich kräftigen Preisanstieg wie damals allerdings verhindern. Im Frühjahr 2011 habe der Baumwollpreis in der Spitze mehr als 2 USD je Pfund erreicht. (20.02.2013/ac/a/m)