Robuste US-Fahrzeugabsätze unterstützen Platin und Palladium

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Wie wir gestern kommentierten, erfreuen sich derzeit Platin und Palladium bei den Privat- und Finanzinvestoren großer Beliebtheit, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Jüngst veröffentlichte Daten würden aber auch zeigen, dass die Industrienachfrage, vor allem seitens der Automobilbranche, robust sei. So seien im benzinlastigen Fahrzeugmarkt der USA im vergangenen Monat 1,04 Mio. Autos und leichte LKWs verkauft worden, 14,3% mehr als im Vorjahr. Die saisonal bereinigte annualisierte Verkaufsrate sei im Vorjahresvergleich um 9,6% auf 15,23 Mio. Einheiten gestiegen. Damit würden sich die Fahrzeugverkäufe nur unweit des im November erreichten mehrjährigen Zwischenhochs befinden und der US-Fahrzeugmarkt habe einen soliden Start in das neue Jahr verzeichnet. Davon sollte insbesondere Palladium profitieren, welches für Katalysatoren in Benzinmotoren zum Einsatz komme.

Dagegen habe sich der deutsche Automarkt, der stärker diesellastig sei, nach wie vor schwach gezeigt. Im Januar seien hierzulande lediglich rund 192.000 Autos neu zugelassen worden, 8,6% weniger als im Vorjahr. Dies sei zugleich das niedrigste Niveau seit fast drei Jahren gewesen. Ähnlich dürfte es auf europäischer Ebene aussehen. Die Schwäche in Europa sollte jedoch durch die robusten Fahrzeugmärkte in China – dort könnten gemäß Einschätzung des chinesischen Verbands der Automobilproduzenten in diesem Jahr zum ersten Mal überhaupt mehr als 20 Mio. Fahrzeuge verkauft werden – und den USA ausgeglichen werden. Neben der robusten Nachfrage würden derzeit auch die großen Angebotssorgen in Südafrika eine Rolle spielen, sodass man von weiter steigenden Platin- und Palladiumpreisen ausgehe. (05.02.2013/ac/a/m)