Rohöl: Preisrückgänge dürften von Marktteilnehmern als Einstiegsgelegenheit erachtet werden

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Der Brent-Ölpreis ist am Freitag aufgrund von Gewinnmitnahmen unter Druck geraten und notiert zum Auftakt der neuen Handelswoche bei 113 USD je Barrel, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Ein ähnliches Handelsmuster habe es beim WTI-Ölpreis gegeben, welches am Morgen bei 96 USD je Barrel handle. Preisrückgänge dürften von den Marktteilnehmern als Einstiegsgelegenheit erachtet werden. Der Konjunkturoptimismus und die allgemeine Stimmungsaufhellung würden für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends der vergangenen Woche sprechen. So sei der deutsche ifo-Index im Januar den dritten Monat in Folge gestiegen und deute damit eine konjunkturelle Trendwende in der größten Volkswirtschaft der Eurozone an. Das größer als erwartet ausgefallene Rückzahlvolumen beim EZB-Langfristtender lasse zudem auf eine spürbare Entspannung der Schuldenkrise schließen.

Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) habe am Freitag auf dem höchsten Stand seit Ende 2007 geschlossen, der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) auf einem Fünfjahreshoch. Auch der schwache US-Dollar gebe Rückenwind.

Der Optimismus der Marktteilnehmer zeige sich auch in der Marktpositionierung der spekulativen Finanzanleger. Diese hätten den aktuellen CFTC-Daten zufolge ihre Netto-Long-Position bei WTI in der Woche zum 22. Januar zum sechsten Mal in Folge erhöht. Diese seien um 24,7 Tsd. Kontrakte gestiegen und hätten mit 197.408 Kontrakte ein Zehnmonatshoch erreicht. Die ICE veröffentliche die Positionierungsdaten für Brent heute Mittag. Auch hier sei mit einem Anstieg der spekulativen Netto-Long-Positionen zu rechnen. Das hohe Niveau der spekulativen Netto-Long-Positionen könnte eine Preiskorrektur auslösen, falls sich die Anleger zurückziehen würden. Dafür fehle derzeit allerdings der Anlass. (28.01.2013/ac/a/m)