Russlands Konjunkturdaten: Leichte Verbesserung, aber kein Anlass zu Euphorie

Wien (www.aktiencheck.de) – Russlands jüngste Konjunkturdaten zeigen eine leichte Verbesserung an, ohne jedoch Anlass zu Euphorie zu geben, so die Experten von Raiffeisen Capital Management (RCM) in ihrem aktuellen „emreport“ zu den Emerging Markets.

Der Vorlaufindikator für das Vverarbeitende Gewerbe sei wieder auf Expansionsniveau und die Einzelhandelsumsätze seien besser als erwartet gewesen. Schwächer seien hingegen die jüngsten Wachstumsraten der Industrieproduktion ausgefallen. Die Notenbank habe den Leitzins unverändert belassen. Ihre jüngsten Stellungnahmen hätten offen gelassen, wann und in welche Richtung der nächste Zinsschritt gehen könnte, obwohl es zunehmend Stimmen in der Regierung gebe, die tiefere Zinsen zur Unterstützung der Konjunktur wünschen würden.

Die angekündigte Öffnung des Staatsanleihemarktes für Auslandsinvestoren habe russischen Staatsanleihen in den letzten Monaten deutlichen Auftrieb verliehen und ihnen 2012 insgesamt zu einer sehr starken Wertentwicklung verholfen. Laut neuesten Meldungen werde die Marktöffnung allerdings nun doch effektiv erst im März erfolgen. Das dürfte mit dazu beigetragen haben, dass die Kurse russischer Staatsanleihen zu Jahresbeginn wieder etwas nach unten korrigiert hätten. Allerdings könnten neue Zuflüsse von Investoren, die bisher keinen Marktzugang gehabt hätten, in den kommenden Monaten unterstützend wirken. Der Aktienmarkt habe mit einem Plus von rund 5% ähnlich stark zugelegt wie schon im Dezember. Der steigende Ölpreis habe zusätzlich für gute Stimmung gesorgt. Die gefragtesten Branchen seien allerdings nicht die Ölaktien, sondern Immobilien- und Bankwerte gewesen. (Ausgabe Februar 2013) (11.02.2013/ac/a/m)