RWE: Keine Erholung in Sicht

New York (www.aktiencheck.de) – Bobby Chada und Alexandra A. Economides, Analysten von Morgan Stanley, stufen die Aktie von RWE (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) unverändert mit „equal-weight“ ein und bestätigen das Kursziel von 26,00 EUR.

Die Einschätzung der Morgan Stanley-Analysten bezüglich der Strom- und Gasmärkte bleibe zurückhaltend. Die deutschen Versorger müssten ihre Verschuldung weiter verringern, um ihr jeweils angestrebtes Nettoverschuldung/EBITDA-Verhältnis zu erreichen. Abgesehen davon hätten die Managements von RWE und E.ON operative Veränderungen in Angriff genommen.

Die Analysten würden die Risiken für die EPS-Konsensprognosen bei RWE bei rund 13% sehen. Unabhängig von Verbesserungen beim Free Cash flow ab 2013 könnten die EPS-Revisionen nur schwer ignoriert werden.

Eine kurzfristige Erholung ausgehend von den Bundestagswahlen sei unwahrscheinlich. Zu Änderungen in der Energiepolitik werde es zwar wohl kommen, doch würden diese Zeit benötigen und vom Ausgang der politischen Verhandlungen abhängen.

Die RWE-Aktien würden bereits Gewinnrückgänge bis 2013 reflektieren, ebenso wie eine ausbleibende Strommarkterholung, eine verwässernde Erholung und keine neuen Kostensenkungsmaßnahmen. Die Visibilität bleibe zwar gering, dennoch würden die Analysten von Morgan Stanley glauben, dass es Chancen für eine positive Überraschung gebe. RWE liege mit den Kosteneinsparungen im Plan. Aufwärtspotenzial könnten weitere Kürzungen bringen, doch entsprechende Informationen seien allerdings erst im November zu erwarten.

Unter den aktuellen Umständen sei die Bewertung der RWE-Aktie nicht ausreichend niedrig, um positiver gestimmt sein zu können.

Die Analysten von Morgan Stanley halten an ihrem „equal-weight“-Rating für die RWE-Aktie fest. (Analyse vom 02.09.2013) (02.09.2013/ac/a/d)

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