RWE: RWE kappt Dividende

Berlin (www.aktiencheck.de) – Die Analysten der Landesbank Berlin stufen die Aktie von RWE (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) unverändert mit „halten“ ein.

Nun werde auch die Dividendenpolitik von RWE dem veränderten Geschäftsumfeld angepasst. „Es gibt keinen Zweifel daran, dass uns schwere Zeiten bevorstehen. Das müssen wir auch bei der Dividendenpolitik berücksichtigen“. Damit ziehe der Vorstand insbesondere die Konsequenzen aus der Tatsache, dass die Ergebnisbeiträge aus der konventionellen Stromerzeugung weiter sinken würden. RWE habe bereits angekündigt, eine Reihe von unrentablen Kraftwerken abzuschalten. Der niedrige Großhandelspreis bei Strom sowie das gesamte „Problembündel“ der Energiewende seien weitere Gründe für diesen Schritt.

Für das Geschäftsjahr 2013 solle somit eine Dividende von EUR 1,00 je Stamm- und Vorzugsaktie ausgeschüttet werden. Im Vorjahr seien es noch jeweils EUR 2,00 gewesen. Künftig solle sich die Dividende auch an einer Ausschüttungsquote von 40% bis 50% (bisher: 50% bis 60%) des nachhaltigen Nettoergebnisses orientieren. Betont worden sei zudem, dass die Sparanstrengungen verstärkt würden.

An der im März veröffentlichten Prognose für 2013 halte RWE fest. Es kam, wie es kommen musste: Im Rahmen des Konzernumbaus war eine Dividendenkürzung fast unausweichlich, so die Analysten der Landesbank Berlin. Liquidität sollte in der gegenwärtigen Situation besser für Effizienzsteigerungsmaßnahmen eingesetzt werden als für Ausschüttungen. Mit den eingeleiteten Maßnahmen zur Umsetzung der Energiewende sei RWE zwar bisher auf einem guten Wege gewesen. Das Tempo werde jedoch nun deutlich verschärft. Die vergleichsweise moderate Reaktion auf diese Ankündigung zeige, dass die meisten Marktteilnehmer diese Maßnahmen nachvollziehen könnten.

Die Analysten der Landesbank Berlin belassen ihre Einschätzung für die RWE-Aktien auf „halten“, erhöhen jedoch das Kursziel auf EUR 27,00. (Analyse vom 20.09.2013) (20.09.2013/ac/a/d)

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