RWE: Sehr begrenztes Aufwärtspotenzial

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Sven Diermeier, Analyst von Independent Research, stuft die RWE-Aktie (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) weiterhin mit „halten“ ein.

Das Urteil des Schiedsgerichts hinsichtlich der Gaslieferverträge zwischen RWE und Gazprom (ISIN US3682872078/ WKN 903276) habe laut Unternehmensangaben keine Auswirkungen auf die Jahresprognose des Essener Versorgers. RWE habe bereits im Vorfeld explizit Zahlungen von Gazprom in unbekannter Höhe im Ausblick für 2013 berücksichtigt.

Angesichts der gestrigen Aussagen und des sich weiter abschwächenden Branchenumfelds hätten die Analysten ihre Prognosen teilweise nach unten revidiert. Auf Basis des Gordon Growth-Modells habe man das Kursziel für die RWE-Stammaktie von 29 auf 24 Euro reduziert.

Die RWE-Aktie biete nach Erachten der Analysten eine attraktive Dividendenrendite (2013e: 8,6%; 2014e: 7,1%) und die Bewertungskennzahlen (bereinigtes KGV 2013e: 5,9; bereinigtes KGV 2014e: 7,4) stufe man als noch moderat ein. Gegen ein deutliches Aufwärtspotenzial würden nach Ansicht der Analysten die Unsicherheiten im Hinblick auf die Geschäftsentwicklung und auf den Verbleib der RWE-Stammaktie im EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) sprechen.

In Erwartung eines erfolgreichen Verkaufs von RWE Dea im kommenden Jahr halten die Analysten von Independent Research bei einem sehr begrenzten Aufwärtspotenzial an der Halteempfehlung für die RWE-Aktie weiterhin fest. (Analyse vom 02.07.2013) (02.07.2013/ac/a/d)