Silber dürfte besser laufen als Gold

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Der Goldpreis handelt wenig verändert bei 1.690 USD je Feinunze, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Der derzeitige Marktoptimismus stehe höheren Preisen entgegen, da Anleger statt in Gold lieber in riskantere Anlagen wie Aktien investieren würden.

In den USA zeichne sich eine vorläufige automatische Anhebung der Schuldenobergrenze bis zum 18. Mai ab. Die Abstimmung darüber solle heute im US-Repräsentantenhaus stattfinden. Das Risiko, dass der US-Regierung kurzfristig das Geld ausgehe, scheine damit gebannt. Dies dürfte dem Risikoappetit weiteren Vorschub leisten, welcher gestern bereits von der Ankündigung weiterer geldpolitischer Stimulierungsmaßnahmen durch die japanische Notenbank und einem deutlich besser als erwartet ausgefallenen deutschen ZEW-Index profitiert habe.

Silber sollte vor diesem Hintergrund besser laufen als Gold. Dies zeige sich auch am unterschiedlichen Interesse an den ETFs. Während die Gold-ETFs zuletzt leichte Abflüsse verzeichnet hätten, hätten die Silber-ETFs massive Zuflüsse registriert. Von daher überrasche es auch nicht, dass der Silberpreis zuletzt auf ein Fünfwochenhoch von 32,30 USD je Feinunze habe steigen können und das Gold-Silber-Verhältnis auf 52,5 gesunken sei, den niedrigsten Stand seit Mitte Dezember.

Gebremst werde der Silberpreis derzeit durch eine geringere Nachfrage aus China. Laut Daten der chinesischen Zollbehörde seien die Silberimporte im Dezember auf 228,5 Tonnen gefallen. Das sei das niedrigste Einfuhrvolumen seit Juni gewesen und 2,8% weniger als im Vorjahr. Im gesamten Jahr 2012 seien die Silbereinfuhren Chinas um 19% auf 2,9 Mio. Tonnen gefallen. Mit einer anziehenden Konjunkturdynamik sollten in diesem Jahr auch die chinesischen Silberimporte wieder stärker ausfallen. (23.01.2013/ac/a/m)