Silberpreis konnte sich von seinem Zweiwochentief merklich erholen

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Der Silberpreis konnte sich gestern von seinem Zweiwochentief merklich erholen und handelt heute Morgen wieder bei knapp 31,50 USD je Feinunze, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Unterstützt werde das weiße Edelmetall durch eine sehr hohe Nachfrage von Privatinvestoren. So berichte die US-Münzanstalt, im Januar bislang 7,42 Mio. Unzen Silbermünzen verkauft zu haben – ein Rekordwert auf Monatsbasis. Zwischenzeitlich habe die Münzanstalt aufgrund der hohen Nachfrage vorübergehend sogar den Verkauf von Silbermünzen einstellen müssen, da sie mit der Prägung nicht mehr nachgekommen sei.

Die außerordentlich hohen Münzabsätze scheinen derzeit auch – zumindest psychologisch – Abflüsse aus den Silber-ETFs zu kompensieren, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets. Denn letztere hätten gestern den dritten Tag in Folge Abflüsse verzeichnet. Deren Bestände lägen nun mit 19,4 Tsd. Tonnen 1,5% unter dem Rekordhoch, das Ende vorletzter Woche erreicht worden sei. Dagegen hätten die spekulativen Finanzanleger zuletzt wieder stärker auf steigende Preise gesetzt. In der Woche zum 22. Januar hätten sie ihre Netto-Long-Positionen um 18% auf ein Fünfwochenhoch von 26,3 Tsd. Kontrakten ausgeweitet.

Das Hauptaugenmerk der Markteilnehmer dürfte sich heute auf die Sitzung der US-Notenbank FED richten. Viel Neues dürfte es hier aber kaum geben, vielmehr sollte der expansive Kurs der FED bestätigt und beibehalten werden. Dies sollte den Edelmetallen ebenso Rückenwind geben wie der schwache US-Dollar, der heute Morgen gegenüber dem Euro auf den tiefsten Stand seit Dezember 2011 abwerte. (30.01.2013/ac/a/m)