Sorge vor Ernteausfällen in Argentinien lässt Preise für Mais und Sojabohnen steigen

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Die Preise für Mais und Sojabohnen verzeichnen am Morgen mehrwöchige Höchststände, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Mais erreiche mit 7,44 USD je Scheffel den höchsten Stand seit Anfang Dezember, Sojabohnen mit 14,84 USD je Scheffel das höchste Niveau seit Mitte Dezember. Preistreibend sei die Trockenheit in den Anbaugebieten in Argentinien, welche Ernteeinbußen wahrscheinlich mache. Laut der Getreidebörse von Buenos Aires habe die Trockenheit bereits zu einem Rückgang der zu erwartenden Erträge geführt. Ein Ausbleiben von Regenfällen in den kommenden Tagen könnte irreversible Ernteschäden zur Folge haben. Der Getreidebörse zufolge seien 99,4% der Sojabohnenflächen und 98,7% der Maisflächen bestellt.

Das US-Landwirtschaftsministerium prognostiziere bisher eine Sojabohnenernte in Argentinien von 54 Mio. Tonnen und eine Maisernte von 28 Mio. Tonnen. Die zu Thomson Reuters (ISIN CA8849031056/ WKN 864655) zählende Agraranalysefirma Lanworth habe seine Ernteschätzungen inzwischen auf 53,1 Mio. Tonnen Sojabohnen und 25,6 Mio. Tonnen Mais reduziert. Neben trockenheitsbedingten Ernteausfällen in Argentinien könnte das Angebot an Mais und Sojabohnen kurzfristig auch durch Infrastrukturprobleme in Brasilien beeinträchtigt werden. Die Hoffnung auf eine baldige Entspannung des Angebots nach den schlechten Ernten auf der Nordhalbkugel könnte daher enttäuscht werden. (31.01.2013/ac/a/m)