Sorgen vor Frostschäden in Russland lassen Weizenpreis weiter steigen

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Weizen notiert nur noch marginal unter der Marke von 8 USD je Scheffel, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Neben den Sorgen um die kommende US-Ernte spiele hierbei auch die Sorge vor Frostschäden in Russland eine Rolle. Laut russischem Agrarministerium könnten 9% der mit Wintergetreiden bestellten Fläche betroffen sein, davon zu über 80% Weizen. Dagegen schätze die Prognoseeinheit MARS der EU-Kommission die Lage in der EU derzeit nicht kritisch ein.

Der Entwicklungszustand der Weizenpflanzen in der Winterruhe sei fortgeschritten genug, damit diese bei den niedrigen Temperaturen bestehen könnten. Diese Erwartung beziehe sich auf den Zeitraum bis mindestens Ende Januar. Die östlichen Anbaugebiete seien zudem durch eine hinreichende Schneedecke vor Frostschäden geschützt. Allerdings werde darauf hingewiesen, dass sich die Feuchtigkeitsversorgung zwischen den einzelnen EU-Regionen stark unterscheide. So herrsche auf der iberischen Halbinsel Feuchtigkeitsmangel.

Baumwolle notiere bei fast 79 US-Cents je Pfund inzwischen so hoch wie zuletzt im Mai 2012. Preistreibend sei die weiterhin robuster als erwartete chinesische Nachfrage. Zuletzt habe das USDA einen Anstieg der US-Exporte um 73% gegenüber der Vorwoche und mehr als einem Drittel gegenüber dem Durchschnitt der vier Vorwochen gemeldet. (22.01.2013/ac/a/m)