S&P 500 erreicht neues Fünf-Jahres-Hoch

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Der gestrige Handelstag kann nahezu als Spiegelbild der Vortage beschrieben werden, so die Analysten der Helaba.

Im Vormittagshandel habe sich der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) erneut lust- und impulslos gezeigt. Wie groß die Zurückhaltung der Marktteilnehmer in dieser Phase gewesen sei, sei durch die sehr geringen Umsätze deutlich geworden. Erst am Nachmittag habe sich das Geschäft deutlich belebt, insbesondere nachdem die US-Daten (die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe seien auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren gerutscht – auch der Immobilienmarkt habe zu überzeugen gewusst) mehrheitlich die Erwartungen übertroffen hätten. Auch Aussagen der Republikaner, dass man sich mit einer kurzfristigen Anhebung der Schuldenobergrenze anfreunden könnte, hätten für Rückenwind gesorgt. Der marktbreite S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) habe gestern, auf Schlusskursbasis, ein neues, als prozyklisch zu wertendes, Fünf-Jahres-Hoch erreicht.

Unter den Kursgewinnern aus dem DAX seien u. a. die Papiere von HeidelbergerCement (ISIN DE0006047004/ WKN 604700), ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001/ WKN 750000) und der Deutschen Lufthansa (ISIN DE0008232125/ WKN 823212) zu finden gewesen. Die Verliererseite sei von SAP (ISIN DE0007164600/ WKN 716460) angeführt worden.

Im EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) hätten die Papiere von Carrefour (ISIN FR0000120172/ WKN 852362) mit einem deutlichen Plus in Höhe von 6,11 Prozent herausgeragt, nachdem das Unternehmen ermutigende Absatzzahlen (Q4) bekannt gegeben habe. Damit seien Hoffnungen auf einen Turnaround geschürt worden. Eine noch bessere Tagesperformance in Höhe von 7,39% hätten die Papiere von ASML (ISIN NL0010273215/ WKN A1J4U4) vorweisen können. Die Vorgaben für den heutigen Handelsstart würden eine etwas schwächere Eröffnung erwarten lassen.

Am Nachmittag stünden in den USA wieder verschiedene Quartalsberichte u. a. von Schlumberger (ISIN AN8068571086/ WKN 853390) (im Konsensus werde mit einem EPS in Höhe von 1,07 USD vs. 1,07 USD in den Flüsterschätzungen gerechnet), General Electric (ISIN US3696041033/ WKN 851144) (1,11 USD vs. 1,16 USD), State Street (ISIN US8574771031/ WKN 864777) (1,00 USD vs. 1,04 USD) und Morgan Stanley (ISIN US6174464486/ WKN 885836) (0,27 USD vs. 0,27 USD) auf der Agenda.

Das charttechnische Bild des DAX habe sich gestern leicht aufgehellt. Allerdings sei es noch zu früh, eine grundsätzliche Entwarnung – im Hinblick auf eine Korrekturbewegung – auszurufen. Diese Gefahr werde erst deutlich geringer, wenn die massive Widerstandszone von 7.772/7.789 Zählern nachhaltig überschritten werden könne. Eine wichtige Stellschraube auf der Unterseite stelle die Marke von 7.662 Zählern dar. (18.01.2013/ac/a/m)