Stärkster Abbau der spekulativen Netto-Long-Positionen bei WTI-Rohöl seit zehn Wochen

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Der Brent-Ölpreis kann zum Auftakt der neuen Handelswoche auf 114,50 USD je Barrel steigen, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Der starke Rückgang des von HSBC (ISIN GB0005405286/ WKN 923893) erhobenen chinesischen Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe im Februar habe den Preis nicht mehr nennenswert belasten können, was als positives Zeichen zu werten sei. Die Unsicherheit aufgrund der noch laufenden Wahl in Italien dürfte vorerst zu Kaufzurückhaltung führen.

Laut der am Freitag veröffentlichten CFTC-Daten zur Marktpositionierung hätten die spekulativen Finanzanleger ihre Netto-Long-Positionen bei WTI in der Woche zum 19. Februar um gut 28 Tsd. auf 181,5 Tsd. Kontrakte reduziert und damit zum Preisrückgang bei WTI beigetragen. Zugleich stelle dies den stärksten Rückgang seit zehn Wochen dar. Die entsprechenden Daten für Brent würden heute Mittag von der ICE veröffentlicht. Der starke Preisrückgang der vergangenen Woche sei dabei noch nicht enthalten. Dennoch sollte es ebenfalls zu einen Abbau der Netto-Long-Positionen gekommen sein.

China erhöhe laut Nationaler Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) die Tankstellenpreise für Benzin und Diesel um 300 CNY (Chinesischer Yuan) bzw. 290 CNY pro Tonne. Dies dürfte den Gewinnmargen der chinesischen Raffinerien zu Gute kommen, welche aufgrund der gestiegenen Ölpreise unter Druck geraten seien. In der Folge dürften die Ölnachfrage und die Ölimporte Chinas steigen und China seine Rolle als Netto-Exporteur von Ölprodukten behaupten. Laut Daten der chinesischen Zollbehörde seien die Netto-Exporte von Benzin und Diesel im Januar auf 615 Tsd. Tonnen gestiegen, das höchste Niveau seit März 2011. (25.02.2013/ac/a/m)