Steigende LME-Lagerbestände bremsen Preisauftrieb bei Nickel aus

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Die erneut aufgekommenen politischen Unsicherheiten in Bezug auf Spanien und Italien führten gestern zu einem merklichen Anstieg der Risikoaversion und übten Druck vor allem auf die Preise zyklischer Rohstoffe wie z.B. Industriemetalle aus, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Diese hätten (zwischenzeitlich) in der Breite merklich nachgegeben und seien zusätzlich durch schwache Aktienmärkte und einen festen USD belastet worden. Die Preisrückgänge seien mit deutlich unterdurchschnittlichen Handelsvolumina einhergegangen, was dem bevorstehenden Neujahrsfest in China geschuldet sein dürfte, weswegen die chinesischen Märkte in der kommenden Woche geschlossen bleiben würden. Nickel habe gestern mit einem Minus von 2% am stärksten nachgegeben. Damit habe es der Nickelpreis anders als die Preise für Zink und Blei nicht geschafft, sich über den alten Hochs vom Herbst zu etablieren.

Die Analysten hätten bereits Anfang der Woche auf das angesichts eines stark steigenden Angebots begrenzte Preispotenzial von Nickel hingewiesen. Ein reichliche Versorgung würden die LME-Vorräte signalisieren, die seit November 2011 nahezu kontinuierlich gestiegen seien und mit knapp 151.000 Tonnen den höchsten Stand seit April 2010 erreicht hätten. Für den Metallsektor insgesamt gehe man angesichts der sich verbessernden Konjunkturdaten allerdings davon aus, dass die Preiskorrektur nicht länger anhalte. Preisrücksetzer dürften vielmehr von Marktteilnehmern als Kaufgelegenheit erachtet werden. (07.02.2013/ac/a/m)