Straumann: Sonderposten belasten Rentabilität

Zürich (www.aktiencheck.de) – Carla Bänziger, Analystin von Vontobel Research, bewertet die Straumann-Aktie (ISIN CH0012280076/ WKN 914326) in der aktuellen Ausgabe von „Vontobel Morning Focus“ unverändert mit dem Votum „hold“.

Das Umsatzwachstum in Lokalwährung habe in Q4 in allen Regionen enttäuscht – außer im asiatisch-pazifischen Raum, wo Straumann trotz der Marktprobleme in Japan ein Wachstum um 1% gemeldet habe. In Europa sei das Umsatzwachstum in Lokalwährung um 6,3% zurückgegangen (vs. Konsens: -2,4%), in Nordamerika sei es unverändert geblieben (vs. +4,5%E) und im Rest der Welt sei es mit -10,4% (vs. 7,3%) besonders schwach gewesen.

Die Sonderposten würden die Rentabilität belasten: Die Analysten hätten CHF 18 Mio. aus dem Kostensenkungsprogramm erwartet, aber die Abschreibung von CHF 21 Mio. aus dem Bereich regenerative Lösungen komme überraschend. Da diese Aufwendungen im H2 angefallen seien, habe das Unternehmen einen Nettoverlust von CHF 7 Mio. ausgewiesen.

Es seien keine klaren Prognosen vorgelegt worden. Das Management habe erklärt, dass der Konzern sein Ertragsniveau im Jahr 2013 verbessern sollte und mittelfristig zu solidem Wachstum und einer deutlich höheren Betriebsmarge zurückkehren dürfte.

Der nächste Kursimpuls für die Straumann-Aktie wäre die IDS vom 12. bis 15. März.

Die Analystenschätzungen und die Konsenserwartungen einer Margenverbesserung von 280 bis 290 Basispunkten müssten wahrscheinlich reduziert werden. Der recht unpräzise Ausblick auf das Jahr 2013 zeige, dass die Prognosesicherheit für das Management relativ gering sei. Straumann müsse seine Effizienz steigern und schlanker werden, ohne seine Marktstärke zu gefährden. Dies werde schwierig. Dennoch sei das Unternehmen immer noch der Marktführer und sein ausgezeichneter Ruf im Markt sollte es einige Zeit lang unterstützen.

Die Analysten von Vontobel Research bewerten die Straumann-Aktie weiterhin mit dem Votum „hold“. Das Kursziel von CHF 121 werde überprüft. (Analyse vom 21.02.2013) (21.02.2013/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.