Strompreiserhöhungen in Südafrika geplant – steigende Platin- und Palladium-Preise erwartet

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – In Südafrika könnte den Minenproduzenten neues Ungemach drohen, berichten die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Denn der staatliche Energieversorger Eskom plane, ab dem 1. April die Strompreise in den nächsten fünf Jahren im Durchschnitt um jährlich 16% zu erhöhen. Gegen diesen geplanten Anstieg protestiere vor allem der Verband der südafrikanischen Minenproduzenten stark. Insbesondere die energieintensive Platin- und Goldminenproduktion wäre hiervon negativ betroffen. Angaben des Verbands zufolge hätten sich die Strompreise bereits in den vergangenen fünf Jahren verdreifacht und würden sich in den nächsten Jahren nochmals verdoppeln.

Die im Zuge der Streiks durch Lohnzugeständnisse ohnehin schon stark betroffenen Minenproduzenten würden sich damit abermals steigenden Produktionskosten ausgesetzt sehen. Schon jetzt seien 25% der südafrikanischen Platinminen unrentabel. Ein neuerlicher Kostenanstieg dürfte zu weiteren Minenschließungen und Entlassungen führen. Neben einem daraus folgenden geringeren Angebot auf dem Weltmarkt könnten auch die Streiks wieder aufflammen, was auch aus diesem Grund zu weiteren Produktionskürzungen führen könnte. Dies sollte sich in merklich steigenden Preisen vor allem für Platin und Palladium bemerkbar machen. (01.02.2013/ac/a/m)