Syngenta: EU aufgefordert, den Vorschlag zur Beschränkung der Anwendung von „Thiamethoxam“ zurückzuziehen

Zürich (www.aktiencheck.de) – Der Analyst von Vontobel Research, Patrick Rafaisz, bewertet die Syngenta-Aktie (ISIN CH0011037469/ WKN 580854) in der aktuellen Ausgabe von „Vontobel Morning Focus“ nach wie vor mit „hold“.

Syngenta fordere die EU auf, ihren Vorschlag zur Beschränkung der Anwendung von „Thiamethoxam“, der auf einem fehlerhaften EFSA-Bericht basiere, zurückzuziehen. Es sei keine Überraschung, aber es dürfte einige Zeit in Anspruch nehmen, bis das Thema gelöst sei.

Die EU erwäge Beschränkungen des Einsatzes von „Neonicotinoiden“ wegen angeblicher Gesundheitsrisiken für Bienen. Dies hätte insbesondere für Syngenta (Saatgutbehandlung mit Cruiser) und Bayer (ISIN DE000BAY0017/ WKN BAY001) negative Auswirkungen.

Die finanziellen Auswirkungen würden begrenzt sein. Der Gesamtumsatz mit „Thiamethoxam“ (Saatgutbehandlung und Pflanzenschutz) belaufe sich auf USD 1,1 Mrd., aber die Verwendung von Cruiser für Getreide, den Ölsamen und Sonnenblumen in Europa entspreche lediglich einem Umsatzanteil von USD 75 Mio. und könne daher vernachlässigt werden.

Den nächsten Kursimpuls könnte der Zwischenbericht für 1Q 2013 im April (+/-) liefern.

Nach Erachten der Analysten scheine es bei dem Thema der Bienengesundheit mehr um das Prinzip zu gehen, da der wissenschaftliche Beweis noch nicht habe erbracht werden können. Das tatsächliche Risiko liege in der zunehmend argwöhnischen Haltung der Politik gegenüber Agrartechnik. Dies habe keine Auswirkungen auf Prognosen und Bewertung.

Die Analysten von Vontobel Research stufen die Syngenta-Aktie weiterhin mit „hold“ ein. Das Kursziel sehe man bei CHF 390. (Analyse vom 15.02.2013) (15.02.2013/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.