Thyssen Krupp: Großer Befreiungsschlag bleibt aus

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Sven Diermeier, Analyst von Independent Research, bewertet die ThyssenKrupp-Aktie (ISIN DE0007500001/ WKN 750000) weiterhin mit „halten“.

Der Konzern habe mitgeteilt, dass man sich in exklusiven Verhandlungen über einen Verkauf des US-Stahlwerks befinde. Nach Einschätzung des Analysten könne man mit hoher Wahrscheinlichkeit in den nächsten Tagen mit einer Vereinbarung rechnen. Somit bleibe das brasilianische Stahlwerk (TKA CSA) vorerst im Konzern. Da die Veräußerung noch nicht vereinbart sei und noch keine finanziellen Details vorlägen, sei eine abschließende Bewertung des neuen Vorgehens des Konzerns bezüglich Steel Americas nicht möglich. Weil TKA CSA ausgeklammert werde, seien laut Diermeier weitere Wertberichtigungen jedoch unwahrscheinlicher geworden. Die sofortige Notwendigkeit von Kapitalmaßnahmen wäre nicht gegeben. Der Mittelzufluss werde jedoch jetzt geringer ausfallen als bei einem Komplettverkauf. Ferner werde TKA CSA die Geschäftsentwicklung weiterhin belasten.

Der Analyst werte positiv, dass man mit der Deutschen Bahn jetzt eine Einigung bezüglich Entschädigungszahlungen erreicht habe, die von den bisher gebildeten Rückstellungen gedeckt würden. Entscheidend für den Konzern werde sein, einen nachhaltigen Turnaround bei TKA CSA zu schaffen, um eine Veräußerung ohne weitere Wertberichtigungen in zwei bis drei Jahren zu realisieren. Der Analyst erwarte, dass sich das Unternehmen langfristig von Stahlaktivitäten vollständig trennen werde.

Die Analysten von Independent Research stufen die ThyssenKrupp-Aktie nach wie vor mit „halten“ ein. Das Kursziel werde weiterhin bei 20,00 Euro gesehen. (Analyse vom 21.11.2013) (21.11.2013/ac/a/d)