ThyssenKrupp: EBIT-Prognose dürfte im 1. Quartal leicht übertroffen werden

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) – Marc Gabriel, Analyst vom Bankhaus Lampe, rät die Aktie von ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001/ WKN 750000) weiterhin zu verkaufen.

ThyssenKrupp dürfte im ersten Quartal des Geschäftsjahres ein EBIT von rund 220 Mio. EUR erreicht haben und damit die eigene Prognose von rund 200 Mio. EUR um gut 10% übertroffen haben.

Unter dem Strich würden die Analysten unverändert einen – jedoch deutlich geringeren – Verlust als im Vorjahresquartal erwarten, da die beiden Verlustbringer Inoxum, die im Vorjahr als nicht fortgeführte Aktivitäten (-308 Mio. EUR) ausgewiesen worden seien und Steel Americas, die im Vorjahr noch als fortgeführte Aktivitäten (EBIT -288 Mio. EUR) ausgewiesen worden seien, wegfallen würden bzw. jetzt als nicht fortgeführtes Geschäft (BHLe: -90 Mio. EUR) deklariert würden. Das geringfügige absolute Delta zum Konsens würden die Analysten als vernachlässigbar ansehen.

Das erste Quartal dürfte erneut bestätigen, dass der Materials-Bereich weiter schwach sei, während sich das Industriegütergeschäft erneut als stabiler Fels in der Brandung erweise. Die Analysten hätten die Bereiche Plant und Marines bereits als neue Division Industrial Solutions aufgeführt. Schwächer dürfte sich der Bereich Components Technology entwickelt haben. Die Gründe seien Anlaufverluste der neuen Werke (China und Indien) sowie die schwächere Entwicklung im Wind- und zuletzt auch Automobilzuliefergeschäft.

Auch wenn der Industriegüterbereich erneut den wesentlichen Gewinnbeitrag leisten werde, seien die Aufräumarbeiten im Konzern noch nicht beendet. Erst wenn keine weiteren Belastungen aus dem Verkauf von Steel Americas anfallen würden, sei eine höhere Bewertung auf Basis der 2013/14 Gewinne nach Erachten der Analysten gerechtfertigt.

Aktuell stufen die Analysten vom Bankhaus Lampe die ThyssenKrupp-Aktie weiter als Verkauf ein. Das Kursziel von 13,50 EUR werde bestätigt. (Analyse vom 06.02.2013) (06.02.2013/ac/a/d)

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