thyssenkrupp: JV mit Tata hat Vor- und Nachteile!

Toronto (www.aktiencheck.de) – Laut einer aktuellen Aktienanalyse bestätigt Analyst Ioannis Masvoulas von RBC Capital Markets in Bezug auf die Aktien des Stahl- und Technologiekonzerns thyssenkrupp AG (ISIN: DE0007500001, WKN: 750000, Ticker-Symbol: TKA, Nasdaq OTC-Symbol: TYEKF) seine Erwartung einer überdurchschnittlichen Kursentwicklung.

CNBC habe bestätigt, dass sich Tata mit der thyssenkrupp AG in fortgeschrittenen Gesprächen hinsichtlich eines möglichen Joint Ventures des europäischen Stahlgeschäfts von thyssenkrupp und den niederländischen Stahlaktivitäten von Tata befinde. Entgegen der Erwartung eines thyssenkrupp-Anteils von 65 bis 70% wegen der größeren Asset-Basis könnten die beiden Partner offenbar eine hälftige Beteiligung anstreben. Zudem könnte das Gemeinschaftsunternehmen eine Abspaltung erwägen, wobei nicht klar sei, ob dies einen unmittelbaren Schritt darstellen solle oder nur eine Zukunftsvision sei.

Ein Spin-off würde thyssenkrupp eines positiven Gewinntreibers berauben wie auch einer robusten Cash flow-Generierung. Zudem könnte eine Kapitalerhöhung notwendig werden, um dem Problem der Verschuldung und Pensionsverpflichtungen zu begegnen. Ein JV würde aber wiederum signifikanten Nutzen hinsichtlich einer Kostensenkung, Asset-Optimierung und Preisstärke in Nordeuropa bedeuten.

Analyst Ioannis Masvoulas sieht einen möglichen späteren Spin-off als Grundlage für ein eventuelles Aufbrechen der Konglomeratsstruktur.

Die Analysten von RBC Capital Markets stufen in ihrer thyssenkrupp-Aktienanalyse den Titel unverändert mit „outperform“ ein und bekräftigen das Kursziel von 21,00 EUR. (Analyse vom 07.04.2016) (07.04.2016/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.