ThyssenKrupp: Kapitalerhöhung wird nicht gänzlich ausgeschlossen

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) – Der Analyst der WGZ BANK, Sven Diermeier, rät die Aktie von ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001/ WKN 750000) weiterhin zu halten.

Während ThyssenKrupp auf bereinigter Basis im zweiten Quartal (Q2) 2012/13 (31.03.) die Erwartungen (bereinigtes EBIT: 241 (361; die Prognose der Analysten: 220; Marktkonsens: 200) Mio. Euro) und die eigene Zielsetzung (rund 200 Mio. Euro) übertroffen habe, hätten erneut Sondereffekte für einen unerwartet deutlichen Nettoverlust gesorgt (-656 (-587; die Prognose der Analysten: -115; Marktkonsens: -41) Mio. Euro). Der Ergebnisausblick (bereinigtes EBIT: rund 1 Mrd. Euro) sei erneut bestätigt worden. Die Analysten würden den Konzern hier ebenso wie bei den Effizienzsteigerungsmaßnahmen im bzw. über Plan sehen. Die erneuten Wertberichtigungen auf Steel Americas (rund 700 Mio. Euro) würden ihres Erachtens darauf hindeuten, dass die Unterzeichnung eines Kaufvertrags zeitnah erfolgen werde, was einen deutlichen Mittelzufluss für ThyssenKrupp bedeuten würde.

Infolge des erneut hohen Verlustes hätten sich die Bilanzkennzahlen nochmals verschlechtert und lägen auf einem besorgniserregenden Niveau (u. a. Eigenkapitalquote zum 31.03.2013: 9%). Daher überrasche es die Analysten nicht, dass ThyssenKrupp eine Kapitalerhöhung nicht mehr gänzlich ausschließe. Ihre Prognosen hätten sie nochmals gesenkt (EPS 2012/13e: -2,06 (alt: -0,70) Euro; EPS 2013/14e: 1,20 (alt: 1,48) Euro).

Bei einem unveränderten Kursziel von 15,90 Euro (Discounted-Cashflow-Modell) hat das „halten“-Votum der Analysten der WGZ BANK für die ThyssenKrupp-Aktie Bestand. (Analyse vom 16.05.2013) (16.05.2013/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.