ThyssenKrupp: Konzern auf gutem Weg mit interessantem Potenzial

Detmold (www.aktiencheck.de) – Die Experten vom „Frankfurter Börsenbrief“ raten Anlegern bei der Aktie des Industriekonzerns ThyssenKrupp AG (ISIN: DE0007500001, WKN: 750000, Ticker-Symbol: TKA, Nasdaq OTC-Symbol: TYEKF) Gewinne ruhig laufen zu lassen und an Bord zu bleiben.

Über den Kurs von ThyssenKrupp gebe Großaktionär Cevian Anlass zur Freude – sowohl was den strategischen als auch den Aktienkurs angehe. Der Umbau durch Cheflenker Heinrich Hiesinger in Richtung Risiko-Abbau greife. Zum Halbjahr 2013/14 sei eine deutliche Absenkung des Cash-Verbrauchs durch die Einheit Steel Americas vermeldet worden, das Outukumpu-Exposure nach dem etwas missglückten Verkauf habe durch einen Asset-Swap sowie den Verkauf eines 29,9%-igen Anteils beendet werden können. Man habe die Gesundheits-Verbindlichkeiten bei den Pensionen reduziert. Es sei eine Einigung mit der Deutschen Bahn gelungen und die Eigenkapitalbasis habe durch die Kapitalerhöhung verbessert werden können.

Kurzum: ThyssenKrupp habe erheblichen Risiko-Dampf abgelassen. Grundsätzlich impliziere eine solche Entwicklung auch weniger Risikoabschlag im Kurs, womit die Kursstärke nicht wundere.

Aber es gehe um mehr: Man wünsche sich ThyssenKrupp als eine diversifizierte Industrie-Gruppe mit führenden Markt-Positionen, einem aktiven Portfolio-Management sowie profitablem Wachstum und einem effizienten Kapitaleinsatz. Das Stahlgeschäft sei mit dieser Schablone natürlich schlecht zu greifen. Steel Europe und Steel Americas hätten im letzten Jahr noch für etwa 30% des Umsatzes gestanden – in der Summe mit roter Ergebnis-Tintenfarbe.

ThyssenKrupp sei natürlich viel mehr. Components Technology stehe beispielsweise für Automotive-Komponenten und Teile für die Windenergie-Erzeugung; Industrial Solutions umfasse z.B. Produktions-Systeme für Auto sowie Luft- und Raumfahrt. Bei Materials Services gehe es um den Vertrieb von Materialien wie Carbon und Edelstahl, Röhren, Plastik usw. Besonders interessant erscheine indes das Aufzug-Geschäft. Hier habe die bereinigte EBIT-Marge bei ansehnlichen ca. 11% und damit geringfügig unterhalb der umsatzmäßig etwas kleineren Sparte Industrial Solutions gelegen, die aber auch auf etwa 11,3% Marge gekommen sei.

Die Experten würden ein hypothetisches Rechenspiel wagen: 1 Mrd. Euro beim bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern – dies sei das mittelfristige Ziel für die Elevator-Sparte, wie die „Börsen-Zeitung“ die Aussage von Sparten-CFO Ercan Keles angeführt habe. Wenn man ein EBIT-Multiple von 8 unterstelle, hieße das allein für die Aufzug-Sparte perspektivisch einen Wert um etwa 8 Mrd. Euro. Bei einem Aktienkurs von ca. 22,50 Euro stehe das Gesamtunternehmen ThyssenKrupp aber gerade mal für einen Börsenwert von grob 12,7 Mrd. Euro.

Kurzum: Das Unternehmen sei auf gutem Weg mit interessantem Potenzial. Schon mit der Halbzeitbilanz sei die Prognose für das Gesamtjahr 2013/14 höher gehängt worden. Der Umsatz solle auf vergleichbarer Basis im mittleren bis höheren einstelligen Prozentbereich zulegen. Beim bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern habe man sich beinahe eine Verdoppelung auf die Fahne geschrieben.

Die Experten vom „Frankfurter Börsenbrief“ empfehlen bei der ThyssenKrupp-Aktie Gewinne ruhig laufen zu lassen und an Bord zu bleiben. Bei weiterhin guter Führung habe die Aktie durchaus das Potenzial, 28 Euro und mehr zu erreichen. (Ausgabe 30 vom 26.07.2014)

Die vollständige Ausgabe des Frankfurter Börsenbriefs können Sie unter dem folgenden Link beziehen: www.bernecker.info (28.07.2014/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.