thyssenkrupp: Markante Höherbewertung möglich!

Detmold (www.aktiencheck.de) – Die Aktienexperten vom „Frankfurter Börsenbrief“ nehmen in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Industrie- und Stahlkonzerns thyssenkrupp AG (ISIN: DE0007500001, WKN: 750000, Ticker-Symbol: TKA, Nasdaq OTC-Symbol: TYEKF) unter die Lupe.

Der Preis der thyssenkrupp-Aktie spiegele den tatsächlichen Unternehmenswert aus ihrer Sicht nicht ausreichend wider. Der „Steel“-Block (Europe und Americas) sei im Geschäftsjahr 2014/15 zusammen auf einen Umsatz von etwa 10,5 Mrd. Euro gekommen, was für grob ein Viertel der Gesamterlöse (42,8 Mrd. Euro) gestanden habe. Stark bei den Erlösen und schwach in der Marge sei der Bereich „Materials Service“ (Rohwaren-Handel, Metalldistribution usw.) mit etwa 14,3 Mrd. Umsatz, aber zuletzt gerade mal 1,4% in der bereinigten EBIT-Marge gewesen. Bei zyklischen Geschäften mache es mitunter Sinn, nicht auf ein Gewinnmultiple zu setzen, denn dies könne mit dem jeweiligen Zyklusverlauf natürlich massiv schwanken und gerade dann eine zu hohe Bewertung signalisieren, wenn Käufe am interessantesten seien – nämlich in der Delle. Um das zu glätten, biete sich die Betrachtung der Umsatzbewertung an.

Die Aktienexperten würden für die drei Bereiche Werte von 15 bis 20% des Umsatzes ansetzen und kämen somit als grobe Überschlagsrechnung für das Stahlgeschäft (Europe und Americas) sowie für „Materials Service“ in der Summe auf einen Wert von rund 4,2 Mrd. Euro oder über den Daumen 40% des Börsenwertes.

Aber thyssenkrupp sei mehr. Die Sparte Components Technology (z.B. Automotive-Teile und Industrie-Komponenten) habe aus einem Umsatz von ca. 6,8 Mrd. Euro eine bereinigte EBIT-Marge von ca. 4,6% herausgearbeitet. Bei den „Industrial Solutions“ (z.B. Bau von Chemie- und Raffinerie-Anlagen, Lösungen für die Rohstoffgewinnung und den Marineschiffbau) habe die bereinigte EBIT-Marge sogar bei etwa 6,8% gelegen. Doch die eigentliche Perle sei die Elevator-Sparte mit einem Umsatz von ungefähr 7,2 Mrd. Euro und einer bereinigten EBIT-Marge von ca. 11%. Nach der Überschlagsrechnung der Aktienexperten vom „Frankfurter Börsenbrief“ dürfte allein diese Sparte grob 70% des Börsenwertes von thyssenkrupp abdecken. In der Summe kämen sie auf einen möglichen Wert von etwa 16,9 Mrd. Euro, was einem Börsenwert von ca. 10,1 Mrd. Euro gegenüberstehe.

Wenn der Vorstand jetzt die richtigen Hebel ziehe, erscheine eine markante Höherbewertung von thyssenkrupp möglich, so die Aktienexperten vom „Frankfurter Börsenbrief“ in einer aktuellen Aktienanalyse. Werde man dafür den Mut und die nötige Durchsetzungskraft aufbringen können? (Ausgabe 13 vom 02.04.2016)

Die vollständige Ausgabe des Frankfurter Börsenbriefes können Sie unter dem folgenden Link beziehen: www.frankfurter-boersenbriefe.de (04.04.2016/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.