ThyssenKrupp: Nettofinanzschulden seit Jahresbeginn gestiegen

Detmold (www.aktiencheck.de) – Die Experten vom „Frankfurter Tagesdienst“ raten die Aktie des Stahl- und Technologiekonzerns ThyssenKrupp (ISIN: DE0007500001, WKN: 750000, Ticker-Symbol: TKA, Nasdaq OTC-Symbol: TYEKF) zu halten.

Das zweite Quartal habe eine operative Steigerung gebracht, sodass die Verantwortlichen den Jahresausblick höher geschraubt hätten. Bei einem Umsatzplus von 7,1% auf 11,0 Mrd. Euro sei das bereinigte EBIT um 32% auf 405 Mio. Euro verbessert worden (rund 30 Mio. Euro mehr als von Analysten erwartet). Im europäischen Stahlgeschäft habe sich ein Sparprogramm ausgezahlt, hier sei eine Verbesserung des operativen Ergebnisses von 64 auf 113 Mio. Euro gelungen. Während das amerikanische Stahlgeschäft den Fehlbetrag leicht auf 20 Mio. Euro reduziert habe, habe die Aufzugssparte das bereinigte EBIT auf 168 Mio. Euro gesteigert.

Der Quartalsgewinn nach Steuern habe sich allerdings um 82% auf 48 Mio. Euro verschlechtert. Hier habe sich unter anderem die Abschreibung anlässlich des Verkaufs der Edelstahltochter VDM negativ ausgewirkt (100 Mio. Euro). Vor einem Jahr habe ThyssenKrupp noch von einem Buchgewinn aus dem Verkauf seines US-Stahlwerks profitiert. Trotz verbesserter Situation beim Cashflow seien die Nettofinanzschulden gegenüber dem Stichtag vor einem Jahr um 455 Mio. auf 4,6 Mrd.Euro (Ende September seien es 3,5 Mrd. gewesen) gestiegen.

Im Ausblick würden die Verantwortlichen ein prozentual einstelliges Umsatzplus anpeilen, beim EBIT würden sie eine Spanne zwischen 1,6 und 1,7 Mrd. Euro erwarten. Nachdem man im vorigen Jahr 1,3 Mrd. Euro erzielt habe, seien bisher 1,5 Mrd. Euro angesetzt worden. Die Experten hätten die ThyssenKrupp-Aktie im Februar zurückgekauft und später bei 23,50 Euro abgesichert. Dieses Stop-Loss sei in der vorigen Woche nicht ausgelöst worden.

Die Experten vom „Frankfurter Tagesdienst“ gehen bei der ThyssenKrupp-Aktie von einer Wiederaufnahme des Aufwärtstrends aus, würden aber im gegenteiligen Fall nun bei 24,70 Euro aussteigen – das Stop-Loss wird heute entsprechend angepasst. (Ausgabe 72 vom 12.05.2015) (13.05.2015/ac/a/d)

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