ThyssenKrupp: Nur Verkauf von US-Stahlwerk?

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Sven Diermeier, Analyst von Independent Research, stuft die ThyssenKrupp-Aktie (ISIN DE0007500001/ WKN 750000) weiterhin mit dem Rating „verkaufen“ ein.

Wie Bloomberg am Freitag unter Berufung auf Kreise mitgeteilt habe, werde der Konzern jetzt nur das US-Stahlwerk für 1,5 Mrd. USD veräußern. Ferner plane man angeblich neben einer Kapitalerhöhung auch die Begebung einer Hybridanleihe. Durch die Hybridanleihe könnte das Unternehmen nach Erachten der Analysten das Volumen der wahrscheinlichen Kapitalerhöhung und somit auch die Verwässerung begrenzen, trotzdem die Eigenkapitalbasis stärken und dabei einen entsprechenden Mittelzufluss generieren. In Anbetracht der Lage von ThyssenKrupp dürfte der Kupon der Hybridanleihe ihres Erachtens jedoch entsprechend hoch ausfallen.

Bei dem kolportierten Verkaufspreis für das US-Werk dürfte der Konzern weitere Wertberichtigungen vornehmen müssen. Ferner wäre der Mittelzufluss deutlich geringer, als er erwarte, und ein defizitärer Bereich würde (vorerst) verbleiben.

Trotz der konjunkturellen Verbesserungen in der Eurozone und weltweit sowie den Fortschritten bei der Restrukturierung der europäischen Stahlsparte bleiben die Analysten von Independent Research aufgrund der fehlenden Fortschritte beim Steel America-Verkauf und der noch nicht konkretisierten Kapitalmaßnahmen zumindest vorerst bei ihrer „verkaufen“-Empfehlung für die ThyssenKrupp-Aktie. Das Kursziel werde bei 16,00 Euro gesehen. (Analyse vom 16.09.2013) (16.09.2013/ac/a/d)