thyssenkrupp: Radikale Konsolidierung mit ArcelorMittal?

Toronto (www.aktiencheck.de) – Laut einer aktuellen Aktienanalyse bestätigt Analyst Ioannis Masvoulas von RBC Capital Markets in Bezug auf die Aktien des Stahl- und Technologiekonzerns thyssenkrupp AG (ISIN: DE0007500001, WKN: 750000, Ticker-Symbol: TKA, Nasdaq OTC-Symbol: TYEKF) seine Erwartung einer überdurchschnittlichen Kursentwicklung.

Mehrere Presseberichte hätten sich in den letzten Wochen mit dem Thema einer möglichen Konsolidierung im europäischen Stahlsektor befasst, wobei vor allem die thyssenkrupp AG involviert gewesen sei. Nach einem Bericht im „Handelsblatt“ könnte sich thyssenkrupp nicht nur mit Tata Steel Europe in Fusionsgesprächen befinden, sondern auch mit Salzgitter und ArcelorMittal. Die Gespräche würden den Angaben zufolge schon mehr als ein Jahr laufen. Ein Deal mit einem der Konkurrenten von thyssenkrupp könnte noch vor dem Jahresende geschlossen werden. Ein solcher Deal würde dem Artikel zufolge als Partnerschaft starten und später in einen Zusammenschluss münden. Statements von Seiten der Unternehmen gebe es dazu nicht.

Die Analysten von RBC Capital Markets bezeichnen die Gespräche als keine Überraschung. Keine der genannten Geschäftskombinationen sei auszuschließen. Ein Deal mit Tata sei aber wahrscheinlicher, da Salzgitter Fusionsszenarien öffentlich heruntergespielt habe. Ein Deal mit ArcelorMittal würde dagegen ein radikaleres Konsolidierungsszenario darstellen, könnte aber kartellrechtliche Probleme aufwerfen. Analyst Ioannis Masvoulas schätzt, dass die beiden Konzerne gemeinsam auf einen Anteil am europäischen Automotive-Geschäft von nahezu 40% kommen dürften.

Die Analysten von RBC Capital Markets stufen in ihrer thyssenkrupp-Aktienanalyse den Titel unverändert mit „outperform“ ein und bekräftigen das Kursziel von 24,00 EUR. (Analyse vom 15.04.2016) (15.04.2016/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.