thyssenkrupp: Stahlhersteller befindet sich beim Transformationsprozess auf halber Wegstrecke

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Sven Diermeier, Analyst von Independent Research, stuft die Aktie von thyssenkrupp (ISIN: DE0007500001, WKN: 750000, Ticker-Symbol: TKA, Nasdaq OTC-Symbol: TYEKF) weiterhin mit dem Votum „halten“ ein.

Aufgrund neuer Informationen im Rahmen der Telekonferenz zu den Geschäftsjahreszahlen für das 2014/15 (30.09.) habe Diermeier seine Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr teilweise nochmals angepasst. thyssenkrupp befinde sich beim Transformationsprozess auf halber Wegstrecke. Es werde nach Meinung des Analysten nun deutlich schwieriger durch Effizienzsteigerungs- und Restrukturierungsmaßnahmen weitere deutliche Ergebniszuwächse zu erzielen.

Einen deutlichen Anstieg des DAX-Titels sehe Diermeier auf Sicht der nächsten Monate nicht. Die „Belastungsfaktoren“ AST und CSA würden thyssenkrupp seiner Ansicht nach noch auf absehbare Zeit erhalten bleiben, da sie weiter saniert werden müssten, um bei einem letztendlich angestrebten Verkauf Buchverluste zu vermeiden bzw. zu minimieren. Spürbare operative Verbesserungen bei CSA würden zudem eine Erholung der brasilianische Konjunktur voraussetzen. Erschwerend komme hinzu, dass die brasilianische Regierung scheinbar einen einheimischen Käufer für das Brammenwerk präferiere. Die Einführung von EU-Zöllen auf Stahlimporte könnte der thyssenkrupp-Aktie ebenso wie erfolgreiche Akquisitionen von U-Boot-Großaufträgen (Australien, Indien) aber deutliche Aufwärtsimpulse verleihen.

Sven Diermeier, Analyst von Independent Research, bewertet die thyssenkrupp-Aktie unverändert mit dem Rating „halten“. Das Kursziel werde bei 20 Euro belassen. (Analyse vom 26.11.2015) (26.11.2015/ac/a/d)