ThyssenKrupp: ThyssenKrupp Steel USA-Veräußerung abgeschlossen – Aktienanalyse

Essen (www.aktiencheck.de) – Ekkehard Link, Analyst der National-Bank AG, stuft die ThyssenKrupp-Aktie (ISIN: DE0007500001, WKN: 750000, Ticker-Symbol: TKA, Nasdaq OTC-Symbol: TYEKF) weiterhin mit „kaufen“ ein.

ThyssenKrupp und ArcelorMittal hätten bekannt gegeben, dass die Übertragung des Nordamerikageschäfts von ThyssenKrupp an ArcelorMittal nunmehr vollzogen sei. Das ehemalige Tochterunternehmen ThyssenKrupp Steel USA belaste damit die Rechnungslegung des ThyssenKrupp-Konzerns nicht länger. ArcelorMittal und sein japanischer Partner würden die erworbenen Kapazitäten nutzen, um die anziehende Stahlnachfrage aus der US-Automobilindustrie und der Energieerzeugungsbranche bedienen zu können und würden überdies auf das Absatzpotenzial weiterer Märkte zielen, die Teil der Nordamerikanischen Freihandelszone (NAFTA) seien.

Derweil fahre ThyssenKrupp mit der Restrukturierung des Konzerns fort. Von den weltweit ca. 15.000 Stellen in der Verwaltung sollten mittelfristig rund 3.000 entfallen, davon die Hälfte in Deutschland. In der Stahlsparte sollten mehr als 2.000 Arbeitsplätze abgebaut werden, wozu auch 400 Verwaltungsstellen zählen würden. Ferner gebe es Pläne für Stellenverlagerungen von Deutschland ins europäische Ausland, wovon Stellen im Personalwesen sowie im Bereich der Datenverarbeitung betroffen sein könnten. Inzwischen scheine zudem sicher, dass die ThyssenKrupp-Stiftung die Verwässerung ihres Anteils am Konzern von mehr als 25% auf ca. 23% hinnehmen werde: Eine Darlehensvergabe der RAG-Stiftung an die ThyssenKrupp-Stiftung zur Finanzierung des Aktienerwerbs sei nicht zustande gekommen. Nach Auffassung der Analysten dürfte diese Entwicklung eine beschleunigte Umsetzung beschlossener Veränderungen bei ThyssenKrupp begünstigen.

Die Analysten der National-Bank AG bestätigen das Votum „kaufen“ für die ThyssenKrupp-Aktie wie auch das mittelfristig erreichbare Kursziel von 23,00 EUR. (Analyse vom 27.02.2014) (27.02.2014/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.