thyssenkrupp: Was können Antidumpingzölle wirklich ausrichten?

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) – Aktienanalyst Marc Gabriel vom Bankhaus Lampe empfiehlt Investoren im Rahmen einer aktuellen Aktienanalyse die Aktien des Stahl- und Technologiekonzerns thyssenkrupp AG (ISIN: DE0007500001, WKN: 750000, Ticker-Symbol: TKA, Nasdaq OTC-Symbol: TYEKF) weiterhin zu halten.

Nach der Einführung von Antidumpingzöllen auf russische und chinesische Stahlimporte durch die EU könnte der Aktienkurs der thyssenkrupp AG profitieren. Allerdings hegen die Analysten vom Bankhaus Lampe Zweifel, ob diese Maßnahme auf längere Sicht die Stahlpreise beeinflussen könnten.

Die Materials-Divisionen würden sich mit einem sehr herausfordernden Umfeld konfrontiert sehen. Die Antidumpingzölle könnten den Druck zwar auf kurze Sicht etwas lindern. Langfristig stünden aber positive Effekte in Frage. Die Zölle würden an der allgemeinen Situation mit Überkapazitäten nichts ändern.

Kosteneinsparungen in Höhe von 250 Mio. EUR hätten den Konzern davor bewahrt niedrigere Gewinne ausweisen zu müssen. Die Senkungen sollten dem Unternehmen dabei helfen die Guidance zum adjustierten EBIT von 1,6 bis 1,9 Mrd. EUR zu erreichen.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe äußern die Ansicht, dass der Markt mit der Entwicklung des Aktienkurses übertrieben haben könnte. Dem stabilen Industriegütergeschäft werde nicht angemessen Rechnung getragen. Analyst Marc Gabriel hält daher in den kommenden Wochen eine Erholung für möglich.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe bestätigen in ihrer thyssenkrupp-Aktienanalyse das Votum „hold“ sowie das Kursziel von 16,00 EUR. (Analyse vom 15.02.2016) (15.02.2016/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.