US-Arbeitsmarkt für Januar: Nur geringfügige Veränderungen erwartet

Hannover (www.aktiencheck.de) – Nach der Ankündigung der Federal Reserve im Dezember, solange an der extrem expansiven Geldpolitik festhalten zu wollen, bis die Arbeitslosenquote unter die Marke von 6,5% fällt (oder die Inflationsrate über 2,5% steigt), hat die ohnehin schon sehr hohe Marktrelevanz des US-Arbeitsmarktberichts nochmals zugenommen, so die Analysten der Nord LB.

Mit 7,8% liege die Arbeitslosenquote ohnehin bereits gar nicht mehr so weit entfernt von diesem Schwellenwert, so dass jeder weiterer Rückgang Implikationen für die Markteinschätzungen zur US-Geldpolitik haben dürfte. Obwohl die oftmals vorlaufenden Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zuletzt markant zurückgegangen seien, würden die Analysten hierbei eher an einen Jahreswechseleffekt glauben und deswegen die Arbeitslosenquote bei unverändert 7,8% erwarten. Wie schon in den Vormonaten dürften auch die neu geschaffenen Stellen bei relativ konstanten 150.000 liegen.

Ebenfalls von Interesse würden die Entwicklungen der Stundenlöhne und der Wochenstunden sein, aus denen zusammen mit dem Beschäftigungsaufbau die Lohnsumme und damit das Potenzial für den privaten Verbrauch abgeleitet werden könne. Angesichts dieser von den Analysten erwarteten sowie auch vom Konsens prognostizierten nur geringfügigen Veränderungen zum Vormonat könnten überraschende Abweichungen von den Prognosen mithin schnell zu Marktbewegungen führen. Zudem sei auf Revisionen der gesamten Zeitreihe (vermutlich nach oben) zu achten. (25.01.2013/ac/a/m)