US-Auftragseingänge mit sattem Monatsplus

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) – Die konjunkturellen Perspektiven in den USA haben sich zuletzt aufgehellt – dies drückt sich auch in den Auftragseingängen langlebiger Gebrauchsgüter aus, die sich in den vergangenen Monaten in einem Aufwärtsmodus befanden, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Da die jüngsten Daten zu den Flugzeugbestellungen recht günstig ausgefallen seien, würden die Analysten im Dezember erneut mit einem kräftigen Monatsplus (Gesamtjahr 2012e: +3,6% gg. Vj.) rechnen. Ohne den Transportsektor dürften die Auftragseingänge stagniert haben.

Im weiteren Wochenverlauf stehe der US-Arbeitsmarktbericht für Januar im Fokus. Hier seien in der 2. Jahreshälfte 2012 im Durchschnitt immerhin rund 160.000 neue Stellen pro Monat geschaffen worden. Dies reiche aber nicht aus, um den Arbeitsmarkt nachhaltig zu räumen. So sei die Arbeitslosenquote im Gesamtjahr 2012 zwar von 8,5% auf 7,8% gefallen, zugleich sei aber die Partizipationsrate deutlich zurückgegangen, weil sich rund 900.000 Personen weniger arbeitsuchend gemeldet hätten. Bereinige man diesen Effekt, würde sich eine Arbeitslosenquote von etwa 8,4% ergeben.

Ermutigend wäre, wenn ein Teil der Resignierten wieder auf den Arbeitsmarkt zurückkomme. Dies würde zwar einen weiteren zügigen Fall der Arbeitslosenquote verhindern, gleichzeitig aber dokumentieren, dass sich die Wirtschaftslage verbessert habe und die Chancen auf einen neuen Job gestiegen seien. Im Januar rechne man mit einer unveränderten Arbeitslosenquote von 7,8% und 149.000 neuen Stellen außerhalb der Landwirtschaft (Freitag).

Der Beschäftigungsbericht werde einer Benchmark-Revision unterzogen und Anpassungen bei der Erhebung erfahren. Dabei zeichne sich eine Aufwärtskorrektur bei der Zahl der Beschäftigten ab. Eine erste Schätzung des Bureau of Labour Statistics vom September des vergangenen Jahres habe für die Zeit bis März 2012 ein höheres Beschäftigungsniveau in einer Größenordnung von 386.000 ausgewiesen.

Eine leichte Stimmungsverbesserung bei den Unternehmen in Deutschland und der Eurozone hätten die Schnellschätzungen zu den Einkaufsmanagerindices für Januar signalisiert. Die endgültigen Werte für die Umfrage im Verarbeitenden Gewerbe sollten diese Einschätzung bestätigen (Veröffentlichung am Freitag), wobei die größte Volkswirtschaft des gemeinsamen Währungsraums weiter positiv hervorsteche. (28.01.2013/ac/a/m)