US-Ausrüstungsinvestitionen, nur moderat aufwärts

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) – In den USA lag das Wirtschaftswachstum im abgelaufenen Jahr 2012 bei 2,2% in der Jahresrate (2011: 1,8%), so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Für das laufende Jahr würden die Analysten ein Plus von knapp zwei Prozent erwarten. Die Ausrüstungsinvestitionen, die im Jahr 2011 um 8,6% gg. Vj. hätten zulegen können, hätten sich im letzten Jahr um 7,3% befestigt und für das laufende Jahr liege die Projektion der Analysten bei einen Zuwachs um 4,6%. Der Aufwärtstrend bei den Ausrüstungsinvestitionen bleibe somit intakt, die Dynamik lasse aber nach. Vor dem Hintergrund der niedrigen Finanzierungskosten und der hohen Gewinnmargen für die Unternehmen sei dies einerseits verwunderlich. Andererseits dürften die Firmen bedingt durch die Unsicherheit über den längerfristigen Wachstumsausblick für die US-Volkswirtschaft nur gedämpft positiv in die Zukunft schauen. Fiskalpolitische Konsolidierungsschritte seien nur eine Frage der Zeit und bei den privaten Haushalten dominiere weiterhin die Rückführung der Verschuldung.

Während in der Periode 1996 bis 2007, d.h. vor dem Ausbruch der Finanzkrise, im Durchschnitt das US-Wirtschaftswachstum annualisiert 3,2% betragen habe, zeichne sich derzeit nicht ab, dass die USA wieder schnell auf einen so hohen Wachstumspfad zurückkehren würden. Diese Entwicklung dürfte sich auch im Auftragseingang bei den langlebigen Gebrauchsgütern widerspiegeln, die 2011 noch um knapp 10% gg. Vj. im Plus gelegen hätten und im vergangenen Jahr lediglich um knapp 4% gewachsen seien. Für den Januar 2013 würden die Analysten wegen des Rückgangs bei den Orders im Flugzeugsektor ein Monatsminus von 3% erwarten. Die Jahresrate würde damit zwar auf 4,6% anziehen, und mit Blick auf das Gesamtjahr sollte das Plus auch hier bei rund 5% liegen.

In Deutschland sollte beim GfK-Konsumklima mit 5,9 Punkten weiterhin ein robuster Wert ausgewiesen werden. Damit bleibe die Höchstmarke der letzten Jahre (6,1 Punkte) weiter in Reichweite. Dies unterstreiche die gute Verfassung der deutschen Volkswirtschaft. Demgegenüber dürfte die Jahresrate bei der Geldmenge M3 für die Eurozone im Januar auf 3,1% zurückgehen (Kreditvergabe an den privaten Sektor: -0,7% gg. Vj.) und die schwache konjunkturelle Lage der Eurozone unterstreichen. (27.02.2013/ac/a/m)