US-Einzelhandelsumsätze: Kein schlechter Start ins neue Jahr

Hannover (www.aktiencheck.de) – Im Januar konnten die US-Einzelhandelsumsätze nur leicht zulegen, die Veränderungsrate lag mit 0,1% M/M mehr oder weniger im Rahmen der Erwartungen, so die Analysten der Nord LB.

Exklusive Automobile habe sich ein Zuwachs um 0,2% M/M ergeben. Dies sei eine zumindest nicht nachhaltig unerfreuliche Entwicklung, da die erhöhte Abgabenlast durchaus zu einer stärkeren Belastung der Konsumfreude der US-Bürger hätte führen können.

Beim Blick auf die Details der aktuellen Zahlen zeige sich im Segment Automobile ein marginaler Rückgang um 0,1% M/M. Nach den starken Zuwächsen in den Vormonaten dürfe diese Zahl aber keinesfalls negativ interpretiert werden.

Im Bereich Elektronik sei es zu einem leichten Zuwachs der Umsätze um 0,2% M/M gekommen. Hier sei auch mit keiner größeren Dynamik zu rechnen gewesen. Folglich habe sich auch hier keine wirkliche Überraschung ergeben.

Wenig überrascht habe die Analysten ebenfalls der (allerdings nur kleine) Anstieg der Umsätze an den Tankstellen; gemeldet worden sei ein Zuwachs von 0,2% M/M. Im Januar hätten sich die Benzinpreise nämlich kaum bewegt. Für Februar sollte dann aufgrund höherer Spritpreise mit steigenden Umsätzen bei den Tankstellen gerechnet werden. Diese Entwicklung dürfte natürlich einen stützenden „Erstrundeneffekt“ auf den Headline-Index zu den Einzelhandelsumsätzen haben. Steigende Benzinpreise würden aber natürlich immer auch den Konsum in anderen Segmenten dämpfen – und damit in der Summe eher eine Belastung darstellen.

Bei den Baumaterialien hätten die Umsätze im Januar ebenfalls leicht zugelegt. Hier habe die Zuwachsrate bei unspektakulären 0,3% M/M gelegen. Diese Zahl sei an sich kaum der Rede wert, es handle sich aber immerhin um den dritten Anstieg in Folge, was schon als weiteres Signal für eine Stabilisierung des US-Immobilienmarktes interpretiert werden könne.

Die Zahlen zu den US-Einzelhandelsumsätzen hätten im Januar keine großen Sprünge gemacht. Angesichts der erhöhten Abgabenlast der Bürger möge bereits dieses Faktum positiv gewertet werden. Die langsame Besserung der Situation am US-Arbeitsmarkt scheine den Konsum schon zu stützen. Auch die Stabilisierung des Immobilienmarktes dürfte helfen. (13.02.2013/ac/a/m)