US-Unternehmen: Stimmung bewegt sich in die richtige Richtung

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) – Die Stimmungsumfragen unter US-Unternehmen deuten darauf hin, dass der unerwartete Rückgang der US-Konjunktur im 4. Quartal 2012 um 0,1% (ann.) nicht der Startpunkt einer neuerlichen, ausgeprägten Schwächephase sein wird, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

So habe der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe im Januar unerwartet kräftig auf 53,1 Punkte zugelegt, nachdem sich die Umfrage im Zeitraum von Juni bis Dezember in einer engen Spanne zwischen 49,5 und 51,7 Punkte bewegt habe. Heute liege das Augenmerk auf der Erhebung für den Dienstleistungssektor, in dem schon seit geraumer Zeit relativ solide Vertrauenswerte ausgewiesen würden. An der grundsätzlich optimistischen Stimmungslage ändere auch der von den Analysten erwartete Rückgang von 55,7 auf 54,0 Punkte im Januar nichts. Ein Indikator für den leichten Rückgang beim Optimismusgrad der Unternehmen seien die zuletzt schwächelnden Werte beim US-Konsumentenvertrauen – in der Vergangenheit sei eine gewisse Korrelation zwischen den beiden Zeitreihen festzustellen gewesen.

Auch in Großbritannien sei es im 4. Quartal des vergangenen Jahres zu einer Kontraktion der Wirtschaft gekommen. Im Gegensatz zu den USA sei dies kein neues Phänomen – von den letzten fünf Quartalen hätten vier ein BIP-Quartalsminus ausgewiesen. Ende des letzten Jahres sei die Stimmung im dortigen Dienstleistungssektor überraschend kräftig auf 48,9 Punkte zurückgefallen. Im Januar würden die Analysten beim Einkaufmanagerindex (PMI) zwar mit einem Rebound rechnen, der von ihnen erwartete Wert von 50,0 Punkten lasse allerdings nicht wirklich auf eine Beendigung der konjunkturellen Malaise schließen.

In der Eurozone stehe die finale Veröffentlichung des PMI für den Dienstleitungssektor an, wobei der Anstieg aus der Vorabschätzung von 47,8 auf 48,3 Punkte bestätigt werden dürfte. Insgesamt stabilisiere sich die wirtschaftliche Aktivität in der Eurozone, auffällig sei dabei aber die deutliche Aufhellung der Stimmung bei den deutschen Unternehmen, während die französische Wirtschaft zunehmend ins Straucheln zu geraten scheine. (05.02.2013/ac/a/m)